FDP schickt OB-Kandidaten ins Rennen

von Redaktion

Lars Blumenhofer will mit einem unverstellten Blick auf die Stadt punkten

Rosenheim – nhofer (47) ist der Kandidat der Rosenheimer FDP für das Amt des Oberbürgermeisters. Einstimmig wählten die Delegierten den stellvertretenden Vorsitzenden der FDP Rosenheim-Stadt bei der Aufstellungsversammlung im Gasthof „Höhensteiger“.

Politik mit dem

Blick des Bürgers

Das hat es schon lange nicht mehr gegeben: Nachdem die SPD, die Grünen und die CSU für die Wahl um das Oberbürgermeisteramt ihren Hut in den Ring geworfen haben, zieht jetzt die FDP nach. Der Kandidat: Lars Blumenhofer. Ein Mann, der seit Anfang der 1990er-Jahre Mitglied der FDP ist und sich einige Zeit als Beisitzer im Vorstand der FDP Rosenheim-Land engagiert hat. Einer, der dennoch nicht wirklich bekannt ist in der Stadt.

Wer ist also der Mann, der im März Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) in ihrem Amt beerben will? Der gebürtige Recklinghausener ist utor von mehreren Fachbüchern und arbeitet als Manager bei einem IT-Unternehmen in München. Er liebt Motorradfahren und Reisen, lebte in Berlin und arbeitete im Ausland. Seit 2009 wohnt er in der Kastenau, gemeinsam mit seiner Frau und Hund Bobby.

Blumenhofer sagt, er habe die Stadtpolitik in den vergangenen Jahren sehr interessiert verfolgt. Sein Fazit: „Es hat einen Stillstand gegeben.“ Und genau da will er ansetzen.

Er will den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren, mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Er fordert einen zeitgemäßen ÖPNV, spielt mit der Idee die Innenstadt mit einem kostenlosen Bus-Pendelverkehr zu bedienen. Er will die Stadt attraktiver machen, die Wirtschaft fördern und mehr Wohnraum schaffen. Blumenhofer hat große Ziele. Für sich, aber auch für seine Partei. Ja, es habe eine Zeit gegeben, in der die FDP in Rosenheim keine Chance gehabt hätte. Aber die sei vorbei. „Die CSU hat mitnichten ein Abo auf das Bürgermeisteramt dieser Stadt“, sagt er.

Rosenheim sei bereit für eine neue Ära. Dass jemand aus der FDP, der nicht im Stadtrat sitzt, Chancen hat, Oberbürgermeister zu werden, zeigt in seinen Augen das Beispiel der Stadt Landshut. Dort setzte sich der FDPler Alexander Putz bei einer Stichwahl mit 62 Prozent der abgegebenen Stimmen klar gegen den Mitbewerber von der CSU, Helmut Radlmeier, durch. Blumenhofer kennt diese Zahlen, sieht Putz als politisches Vorbild. In den nächsten Wochen will er sich deshalb mit dem Parteifreund zusammensetzen, sich Tipps holen.

Kündigung im Job

bereits angemeldet

Und auch sonst hat Blumenhofer viel vor: Er will sich bei den anderen OB-Kandidaten vorstellen und mit den Rosenheimer Bürgern ins Gespräch kommen. Sein Vorteil sei es vor allem, dass er die Dinge aus der Sicht eines Bürgers sehe.

Blumenhofer will Oberbürgermeister werden. Den Chef seines IT-Unternehmens hat er bereits darüber informiert, dass es sein kann, dass er im März 2020 seine Kündigung einreicht.hei.

Artikel 8 von 11