„Miteinander statt gegeneinander“

von Redaktion

Krematorium Stadt und Bürgerinitiative erstmals an einem Tisch

KolbermoorDas Krematorium ist in der Stadt Kolbermoor ein Dauerthema. Die jüngste Entwicklung: Zwischen Gegnern und Vertretern der Stadt fanden Gespräche statt, um zu einem Konsens zu kommen.

Vize-Bürgermeister Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) bringt es auf den Punkt: „Miteinander statt gegeneinander“ wolle man agieren. Robert König von der Bürgerinitiative (BI) „Gegen den Bau eines Krematoriums“ betont mit Blick auf das künftige Ratsbegehren (wir berichteten): „Wir sind froh, dass wir uns auf eine gemeinsame Fragestellung einigen konnten.“

Fragestellung

betrifft Standort

Bei dieser Fragestellung geht es schlichtweg um den Standort für das geplante Krematorium, das bestätigten sowohl Kannengießer als auch König. Die Bürgerinitiative allerdings ist strikt gegen den bisher von der Stadt anvisierten Standort am Neuen Friedhof. Und nicht nur gegen den: „Wir sind im kompletten Stadtgebiet gegen ein Krematorium“, sagte König.

Entscheidung

fällt am 31. Juli

In einer gemeinsamen Erklärung von Stadt und Bürgerinitiative heißt es: „Nach einer zunächst kontrovers geführten Diskussion haben sich die Beteiligten bezüglich der Fragestellung und der grundsätzlich weiteren Vorgehensweise zum Ratsbegehren auf einen gemeinsamen Konsens geeinigt. Die Fragestellung wurde bereits mit der Kommunalaufsicht im Landratsamt Rosenheim rechtlich abgestimmt.“

Über die Formulierung zur Standortfrage im Ratsbegehren muss und will der Kolbermoorer Stadtrat in seiner Sitzung am 31. Juli entscheiden. Aus diesem Grunde verweist Vize-Bürgermeister Dieter Kannengießer auf die Zuständigkeiten: Er führt derzeit die Amtsgeschäfte in der Stadt, da Bürgermeister Peter Kloo (SPD) erst einmal noch im Urlaub ist.

Bürgerinitiative: Nächstes Treffen am 25. Juli

„Sorgen, Ängste, Nöte“: Erstmals lud die Bürgerinitiative „Gegen den Bau eines Krematoriums“ zu einem Stammtisch in den Brückenwirt. Rund 80 Zuhörer nahmen den Termin wahr. „Das hat uns sehr überrascht“, sagte König. Aufgrund der Zahl der Besucher zog man kurzerhand vom kleinen Saal in den großen Gastraum um. Zu der Veranstaltung kamen nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter. Vor Ort informierten Robert König und Klaus Zirngast über die weitere Vorgehensweise – auch über das Ratsbegehren. Die Bürger „äußerten Sorgen, Ängste und Nöte“, sagt König. Bis 22 Uhr wurden Fragen gestellt, „die wir soweit wir konnten beantworteten.“ Ob der „großen Resonanz“ findet der nächste Stammtisch am kommenden Donnerstag, 25. Juli, beim Brückenwirt statt. Beginn ist um 19 Uhr.iw