Falsch abgeladen

von Redaktion

Was mich freut, was mich ärgert Helmut Klinger kritisiert Situation am Wertstoffhof

Rosenheim – Semmeln, Gebäck, Brot: Helmut Klinger (76) traute seinen Augen nicht, als er vor einigen Tagen sein Grüngut vom Rasenmäher zum Rosenheimer Wertstoffhof brachte. In dem Container, der für die kompostierbaren Stoffe vorgesehen ist, stapelten sich Backwaren. Klinger brach ein Stück von einer Semmel ab und kostete es. Sein Fazit: noch genießbar. Für den Rentner aus der Kastenau ist es unverständlich, warum Lebensmittel, die noch haltbar sind, weggeschmissen werden müssen – zu allem Übel auch noch in den falschen Container.

Er will Antworten, wendet sich direkt an den Wertstoffhof und später an die OVB-Heimatzeitungen. Ulrike Willenbrink von den Rosenheimer Stadtwerken nimmt sich der Sache an. Sie bestätigt, dass es immer wieder vorkomme, dass Kunden verdorbene Lebensmittel fälschlicherweise zu den kompostierbaren Stoffen abkippen. Aber: „Das sei nicht die Regel.“ Sie weist daraufhin, dass es im Wertstoffhof zwei große Müllcontainer für Küchen- und Speisereste mit einem entsprechenden Hinweisschild gebe. Darin gesammelt werden Obst- und Gemüsereste, gekochte und ungekochte Speisereste oder verdorbene Lebensmittel aus privaten Haushalten. Das gesammelte Biogut wird anschließend in eine Vergärungsanlage gebracht, sagt Willenbrink.

Um zu vermeiden, dass Kunden ihren Abfall in den falschen Container werfen, gibt es Ansprechpartner vor Ort, die nach dem Rechten sehen.

Helmut Klinger weiß das. Auch er sei öfters auf dem Wertstoffhof unterwegs. Einen Vorfall wie den vor einigen Tagen hat er – glücklicherweise – erst ein einziges Mal erlebt. Wenn es nach Helmut Klinger und Ulrike Willenbrink geht, soll es dabei auch bleiben. hei

Artikel 1 von 11