Rosenheim – Im September soll der Lokschuppen in Rosenheim wiedereröffnen. Die Besucher des Ausstellungszentrums können sich dann die Ausstellung „Saurier – Giganten des Meeres“ anschauen. Was sie allerdings am vor dem Gebäude, am Eingang, zu sehen bekommen, das ist bislang nicht vollständig geklärt.
Viel wird sich verändert haben, wenn der Lokschuppen im Herbst in seine erste Saison nach einer langen Umbau- und Renovierungsphase geht. Ein neuer Shop, ein neues Foyer, die Erweiterung der Gastronomie und nicht zuletzt die Verlegung des Spielplatzes waren wichtige Investitionen für ein Haus, das die Stadt gerne als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnet. Zehn Millionen Euro sind investiert. Eine hohe Summe, die auszugeben aber lohne, wie sich die Stadträte stets einig waren. Zuletzt nur hatte es Kritik gegeben an dem Gastronomiekonzept und die daraus entstehenden Kosten von noch einmal 650000 Euro.
Umstritten ist nun, wie die Außenanlagen des Lokschuppens einmal aussehen sollen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen dabei die vorderen Flächen, die der Rathausstraße zugewandt sind. Hier soll, so viel steht fest, der zukünftige Gastronom des Bistros im Lokschuppen Platz finden für Tische und Stühle, um seine Gäste auch im Freien bewirten zu können. Zusätzlich aber müssen auf diesem Areal auch die Fahrradständer und ein Gebäude für Müll und Leergut Platz finden. All diese Dinge enthält die bisherige Planung bereits.
Noch keine Pläne
für mehr Radlständer
Neue Pläne, etwa um mehr Radlständer zu schaffen, gebe es bisher nicht, teilt die Stadt mit. An einem Konzept werde aber gearbeitet. Ziel sei es, die Flächen entlang der Rathausstraße aufzuwerten, eine bessere Verbindung zu schaffen zwischen dem Eingang an der Rathausstraße und dem Vorplatz des Lokschuppens. Weil aber städtische Baumaßnahmen in der Nähe des Lokschuppens geplant seien, geht die Stadt davon aus, dass die Außenanlagen frühestens im Jahr 2021 neugestaltet werden können.
Mit diesen Angaben reagiert die Stadt auf einen gemeinsamen Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen und des ÖDP-Stadtrats Horst Halser. Sie hatten gefordert, den Außenbereich zu überplanen und dabei auch den Grünzug parallel zur Rathausstraße zu berücksichtigen. Wichtig sei es, die notwendigen Funktionen wie das Müll- und Leergutgebäude, den Außenbereich des Bistros und die Fahrradstellplätze für die Besucher so unterzubringen, dass die „Wirkung des historischen Gebäudes“ nicht beeinträchtigt wird.
„Wohlfühlplatz“
soll entstehen
Vielmehr müsse auch die Gastronomie so angelegt sein, dass ein „Wohlfühlplatz“ entstehe. Dafür, so die Antragssteller, sei eine „behutsame Planung“ notwendig, die sich in ihrem Ergebnis „in den historischen Kontext“ einpasse.
In der Diskussion während der jüngsten Stadtratssitzung zeigte sich, dass die Stadträte grundsätzlich für eine Planung sind. Doch während etwa Stadtrat Franz Lukas (Grüne) findet, der Eingangsbereich zum Lokschuppen sei „zu wenig gestaltet“ und müsse „ansprechender“ aussehen, warnte Herbert Borrmann, Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der CSU, vor einem Zuviel an Gestaltung, schließlich handle es sich ja um eine Ausstellungsfläche. Geklärt werden muss auch die Zahl der Fahrradständer, von denen sich insbesondere Grüne und SPD mehr wünschen.