Rosenheim – Seit Wochen herrscht Hochbetrieb auf der Loretowiese: Die Aufbauarbeiten für das Rosenheimer Herbstfest sind in vollem Gange. Um die Vorfreude anzuheizen und die Zeit bis zum Anstich zu verkürzen, haben wir mit den Inhabern der Zelte gesprochen.
Schon seit den frühen Anfängen des Herbstfestes ist die Brauerei Flötzinger dort vertreten. In ihr Zelt hat Familie Steegmüller regelmäßig investiert, es wurde erneuert und ausgebaut. Mittlerweile gilt es als größtes Zelt in Holzbauweise Europas. Dementsprechend viel Aufwand steckt im Aufbau für das Festzelt.
Vier Wochen
für den Abbau
Ganze acht Wochen dauert es, bis das Zelt aufgestellt ist, sagt Marisa Steegmüller, geschäftsführende Gesellschafterin der Flötzinger Brauerei. Der Startschuss hierfür fiel bereits am 1. Juli. Auch der Abbau des Zeltes benötigt mit einer Dauer von vier Wochen mehr Zeit als der der anderen Zelte.
Zwar gehört das Festzelt der Familie Steegmüller, eingelagert wird es allerdings in Augsburg auf dem Gelände der Firma Deuter. Das liegt daran, dass dort ausreichend große Hallen stehen, in denen das Zelt die übrigen Monate im Jahr richtig gelagert werden kann.
Generalproben
für Musik und Licht
Am Freitag vor Start des Herbstfestes findet eine Musik- und Lichtprobe statt. Eine kleine Besonderheit: Im Flötzinger-Festzelt hängen echte Glühbirnen. Laut Steegmüller genau 7000 Stück – das entspricht einer Glühbirne pro Besucher des Zelts, wenn ein Mal alle Sitzplätze belegt sind. Für das Wohl der Gäste sind übrigens 140 Bedienungen zuständig.
Auch der Auerbräu beginnt mit den Aufbauarbeiten in der ersten Juli-Woche. Ein Kernteam von 20 Helfern, je nach Bedarf mit zusätzlicher Unterstützung, baut das Ochsen-Zelt und den Biergarten auf. Hinter der Inntalhalle werden Trocken- und Kühllager aufgestellt. Das Ochsen-Zelt und der Biergarten sowie die „Rennbahn“ – die überdachten Sitzplätze außen an der Inntalhalle – gehören der Brauerei, einzig zur Verwendung während des Herbstfestes. Übers Jahr wird das Material für Zelt und Biergarten in Aising gelagert. Das Zelt mitsamt Biergarten und der Inntalhalle bietet Platz für 7000 Gäste, um die sich insgesamt 132 Bedienungen kümmern.
Seit der ersten Augustwoche befindet sich der Tatzl-wurm im Aufbau. Bis die Tatzlwurm-Almhütte für den Festbetrieb fertig ist, braucht es Zeit: Fünf Wochen, sagt Festwirt Karl Kiesl, sind mehr als 60 Arbeiter damit beschäftigt, die „Almhütte“ aufzubauen. Das Material dafür lagert beim Tatzlwurm in Oberaudorf, das dann pünktlich für den Aufbau auf die Loretowiese transportiert wird. Gut 30 Bedienungen sorgen während der Wiesn an insgesamt 80 Tischen für Essen und Getränke.
Auch bei der Fischbraterei Bierbichler hat der Aufbau längst begonnen. Der Außenbau stehe bereits, sagt Christine Bierbichler, Mitinhaberin der Fischbraterei. Bis zum Beginn der Wiesn, bis alle Aufbauarbeiten abgeschlossen sind, sind noch einige der insgesamt rund 20 Arbeiter im Einsatz. Das Material für das Gebäude lagert auf dem Bauernhof Bierbichler, das Stahlgerüst auf dem Gelände der Firma Bierbichler in Stephanskirchen.
Im Obergeschoss des Bierbichler finden an die 140 Besucher Platz, die von fünf Bedienungen versorgt werden.
Der Prosecco-Stadl, der in diesem Jahr zum 30. Mal auf der Rosenheimer Wiesn stehen wird, beginnt drei Wochen vor dem Herbstfest mit dem Aufbau. Die Grundkonstruktion sowie die Außenwände sind innerhalb von 48 Stunden aufgestellt. Viel Zeit in Anspruch nimmt der Ausbau der Inneneinrichtung.
Den Transport der Hütte von Rott am Inn auf die Rosenheimer Loretowiese und ihren Aufbau übernehmen etwa 25 Handwerker und Mitarbeiter des Stadls. Aufgebaut wird die Hütte nur einmal im Jahr, auf dem Herbstfest. Schon am Montag nach der Wiesn beginnt das Team dann mit dem Abbau, der innerhalb einer Woche zu schaffen ist.
Fahrgeschäfte: Aufbau ab Montag
Am Samstag dann werden auf der Loretowiese die Fahrgeschäfte an ihre Standorte gebracht: „Dann wird eingemessen“, sagt Klaus Hertreiter, Projektleiter des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim. Am folgenden Montag, 19. August, starten die ersten Fahrgeschäfte mit dem Aufbau und innerhalb der ersten Aufbauwoche stehen bereits zwei Drittel der Fahrgeschäfte.