Evelin Caggianos Lebenstraum

von Redaktion

Bahnhof Kolbermoor Die neue Pächterin und ihr Tagescafé „Gleis 2“

Kolbermoor – Salz- und Pfefferstreuer hier oder dort hin? Das Bild an der Wand – „mmmh, soll ich es dort hängen lassen?“, fragt Evelin Caggiano. Die Kolbermoorerin steht mitten in ihrem Tagescafé „Gleis 2“ im Neuen Bahnhof und grübelt, denkt nach.

Schließlich hat sie den Schlüssel erst vor wenigen Tagen bekommen. Sie ist die erste Pächterin des Tagescafés. Es ist ihr Reich – und das ihrer Gäste. Aber es ist ihr Lebenstraum – seit dem Jahr 2000 möchte sie ein eigenes Café führen. Was fasziniert sie? „Ich mag Menschen um mich rum haben, ich liebe das einfach“, sagt sie, lacht und breitet ihre Arme aus.

Selbst gemacht

und regional

Vor rund 17 Jahren schlossen sie und ihr Mann die Eisdiele Lido in Rosenheim, die sie gemeinsam geführt hatten. Sie zogen nach Italien und bauten ein Haus nahe Vicenza. „Dann ereilte meinen Mann das Heimweh und er wollte wieder nach Bayern und wir zogen zurück“, erzählt die gebürtige Bruckmühlerin.

Wieder daheim, eröffneten sie die Pastabar am Aicherpark – aber so richtig hatte sich Evelin Caggianos Lebenstraum damit nicht erfüllt. Der nahm Gestalt an, als sie las, dass die Stadt Kolbermoor einen Pächter für das Tagescafé im neuen Bahnhof suchte, erzählt sie. Sie machte einen Termin mit Bürgermeister Peter Kloo – und als klar war, dass sie die neue Pächterin werden wird, erfüllte sich Evelin Caggianos Traum.

Sie weiß genau, wie sie es machen möchte: Geöffnet hat das Tagescafé, außer sonn- und feiertags, von 6 bis 18 Uhr. „Aber wenn Geburtstagsfeiern oder andere Feste gefeiert werden auch länger“, sagt sie. Auch die Karte mit Speisen und Getränken hat sie im Kopf. Es soll mehrere Frühstücksvarianten geben: bayerisch, international sowie vegetarisch und vegan. Obendrein Bagels, Tramezzini, Bananenbrot und Co – „alles selbst gemacht und regional“. Und natürlich zum Mitnehmen. Mittags servieren sie und ihr Team Gerichte der Mittagskarte – „da gibt es auch Pasta“, sagt sie und lacht.

Bevor allerdings der erste Kaffee – Caggiano selbst trinkt am liebsten Espresso, „aber nicht mehr als zwei am Tag“ – serviert wird, steht noch eine Menge an: Geschirr bestellen, Speisekarte drucken lassen – „sie soll Fahrplan heißen“ – und Ideen sammeln. Aber wann wird der erste Kaffee serviert?

Das kann sie noch nicht genau sagen. Nur soviel: „Vor der offiziellen Eröffnung am 8. September.“ An ihrer Seite sind immer ihre Familie und ihre Freundin, mit der sucht sie auch das Geschirr aus. „Das ist ja nicht so einfach.“ Und wie ist Caggiano auf den Namen „Gleis 2“ gekommen? „Kolbermoor hat zwei Gleise und mein Mann hat für mich irgendwie mit seiner Pastabar das erste Gleis – und dann wollte ich „Gleis 2“. Passt bestens – schließlich ist ihr Traum jetzt Realität geworden.

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