Defekter Fahrstuhl: Radfahrer müssen schleppen

von Redaktion

Was mich freut, was mich ärgert Lothar Schmidt ist sauer über das Service-Verständnis der Bahn

Rosenheim – Lothar Schmidt (65) ist sauer. Der Grund: Die „unzumutbare Situation“ am Rosenheimer Bahnhof. Als er vor einigen Tagen mit seinem Radl von einem Termin in der Klepperstraße zurück in die Innenstadt wollte, entschied er sich für die Abkürzung durch die Bahnhofsunterführung. Ein Fehler, wie sich herausstellte, denn der Fahrstuhl zu Gleis 1 und 1a war defekt, erzählt er später.

Da es zwar am Ausgang Klepperstraße eine Rampe gibt, auf der anderen Seite aber nicht, musste der Rentner sein Rad die Treppe hochtragen. Viele seien an dem Tag in der gleichen Situation gewesen, vor allem ältere Leute, sagt er. Etliche hätten geschimpft. Mittendrin: Lothar Schmidt. „Ohne Fahrstuhl geht es einfach nicht“, sagt er. Jetzt will der Rosenheimer Antworten, will wissen, ob es Ausweichmöglichkeiten gibt, falls der Fahrstuhl erneut ausfallen sollte.

Die Bahn zeigt sich verständnisvoll, weist aber auch daraufhin, dass der Aufzug im Monat August ein einziges Mal ausgefallen sei, und das gerade einmal für zwei Stunden. „Es kommt nicht oft vor, dass Fahrstühle bei uns ausfallen. Falls es doch passiert, haben wir Leute vor Ort, die sich direkt um das Problem kümmern“, teilt ein Sprecher der Bahn mit. Vorab könnten sich Reisende mithilfe der „Bahnhof live“-App beispielsweise darüber informieren, ob die Fahrstühle in dem jeweiligen Bahnhof funktionieren und wenn nicht, welche Ausweichmöglichkeiten es gebe. Außerdem gebe es zusätzliche Informationen über die Mobilitätshotline, unter der Nummer 01806512512.

Ein kleiner Trost für Lothar Schmidt, der beim nächsten Mal mit Sicherheit zweimal überlegt, ob er die Abkürzung durch die Bahnhofsunterführung nehmen wird. hei

Artikel 1 von 11