Immer ein offenes Ohr für die Menschen

von Redaktion

Nachruf Pfarrer Lorenz Fritz pflegte eine große Nähe zu seinen Gläubigen, jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben

Rosenheim – Pfarrer Lorenz Fritz ist tot. Im Alter von 87 Jahren ist der katholische Seelsorger aus Happing am Montag verstorben. Er war ein Mensch, der auf äußere Dinge nicht viel Wert legte, sich aber innerlich für die Menschen weit öffnen konnte und immer für sie da war.

Mehr als 62 Jahren begleitete er als Priester hunderte, eher tausende Gläubige auf ihrem Lebensweg. „Er war ein einfacher Mensch, der immer ein offenes Ohr hatte und auf diese Art bei den Menschen und in den Gemeinden, in denen er tätig war, überzeugen konnte“, sagte Domkapitular Dekan Daniel Reichel. Er ist zugleich Pfarrer der Stadtteilkirche Am Wasen und kannte Pfarrer Fritz deshalb sehr gut. Bis zuletzt hatte Fritz in der Seelsorge der Pfarrei Heilig Blut mitgeholfen und zelebrierte die Eucharistiefeier in seiner Heimatkirche in Happing.

„Ich möchte Pfarrer Fritz von Herzen dafür danken, dass er die vielen Jahre seines Ruhestandes in unserer Stadtteilkirche tätig war und in besonderer Weise auch die Filialkirche St. Martin im Blick hatte“, sagte der Dekan.

Lorenz Fritz wurde am 20. April 1932 in Happing geboren und am 29. Juni 1957 in Freising zum Priester geweiht. Als junger Priester war er unter anderem in Petting (Kreis Traunstein) sowie in Bad Endorf tätig, ehe er die Jugendseelsorge im Dekanat Seeon übernahm. Nach Stationen als Kooperator in Traunstein, Bad Reichenhall und Gräfelfing wurde er ab 1964 in Stephanskirchen eingesetzt. Dort beauftragte ihn die Erzdiözese, als Kurat die neuen Seelsorgestelle Haidholzen einzurichten und schließlich auch mit dem Bau der neuen Pfarrkirche Maria Königin des Friedens, die 1969 wesentlich nach den Vorstellungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der erneuerten Liturgie entstand. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand, 1993, war Lorenz Fritz in Stephanskirchen-Haidholzen tätig, ehe er nach Happing zurückkehrte und in der Pfarrei Heilig Blut half. „Es ist eine besondere Herausforderung für einen Pfarrer, wenn er die Gelegenheit hat, eine neue Kirche zu bauen und das hat er mit Bravour getan“, sagte Dekan Reichel. „Möge ihm der Herr das Mühen für seine Kirche mit dem ewigen Leben belohnen“, ergänzt der Pfarrer des Pfarrverbands Stephanskirchen, Fabian Orsetti.

Das Requiem für Pfarrer Fritz mit anschließender Beerdigung findet am heutigen Freitag, um 14 Uhr, in der Filialkirche St. Martin in Happing statt. Zuvor wird um 13.30 Uhr der Sterberosenkranz gebetet.aez

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