„Chilis sind scharf“

von Redaktion

„Rasende Reporter„ Sechs Kinder aus Bruckmühl und Happing besuchen Stadtgärtnerei

Bruckmühl/Happing – Sechs Kinder zwischen zehn und 14 Jahre aus Bruckmühl und Happing besuchten die Rosenheimer Stadtgärtnerei. Im Rahmen der OVB-Ferienaktion „Rasende Reporter“ bekamen sie einen Einblick in die „grüne Welt“.

Ludwig Schöffmann (62) erwartete die „Rasenden Reporter“ im Eingangsbereich. Schöffmann ist Meistergärtner in der Stadtgärtnerei, er kümmerte sich vor zehn Jahren um die Landesgartenschau. Bevor die Kinder einen Rundgang über das Gelände der Stadtgärtnerei machten, hatten sie die Möglichkeiten Fragen zu stellen. So erzählte Schöffmann beispielsweise, dass in der Stadtgärtnerei 40 Mitarbeiter beschäftigt sind. Viele von ihnen haben über 30 Jahre Erfahrung.

Aufträge werden

zentral vergeben

In der Stadtgärtnerei gibt es zurzeit vier Lehrlinge, die eine dreijährige Ausbildung durchlaufen. Gemeinsam mit den anderen Mitarbeitern werden sie in verschiedene Gruppen aufgeteilt und kümmern sich beispielsweise um die Grünflächen in der Stadt. Im Sommer bewässern sie diese. Die Mitarbeiter sind auch an Schulen und schneiden dort die Hecke.

Die Aufträge kommen meist vom Stadtplanungsamt und vom zentralen Gebäudemanagement.

Die Arbeitszeit der Mitarbeiter variiert je nach Jahreszeit. „Es mangelt immer noch an Leuten, die Unkraut zupfen“, sagt Schöffmann. Außerdem fehle es an Arbeitern, die den Müll auf den Grünanlagen aufsammeln.

Im anschließenden Rundgang zeigte Schöffmann den Kindern viele Pflanzen. Es gibt zum Beispiel Zitronenbäume, Dattelpalmen, Feigenbäume, Blaubeeren, Gurken, Paprika und Chili- Pflanzen.

Verschiedene Düngerarten

Die Kinder lernten außerdem, dass es verschiedene Düngerarten gibt. „Es gibt organische Dünger, Rinderdünger und noch viel mehr“, sagt Leon Wirkner (14). Schöffmann erklärte auch, dass man in der Stadt keine Pestizide verwenden darf. „Ich glaube, Pestizide sind schlecht für den Boden, weil sie auch ins Grundwasser gelangen können“, sagt Sophie Buchacher (13).

Die Kinder erfuhren, dass Autoabgase schlecht für die Pflanzen sind.

Deswegen können nicht alle Pflanzenarten an Straßenrändern gepflanzt werden. Linden und Ahornbäume sind für Straßenränder gut geeignet. In Rosenheim gibt es außerdem 150 Kübelpflanzen. Im Winter kommen die Pflanzen ins Gewächshaus. Nach dem Rundgang durften die Kinder Tomaten, Paprika und Chilis probieren und mit nach Hause nehmen.

„Ich habe die Chilis gegessen. Die waren wirklich scharf“, sagt Sophie Römer (12). „Die gelbe Paprika hat mir am besten geschmeckt“, sagt Lion Santer (10). „Die Gurke war lecker“ sagt Leon Wirkner. „Ich fand den Hibiskus und die Bananenpalmen schön“ sagt Elias Mehringer (14). Die Palmen gefielen auch Simon Kühnel (10). Die Kinder lernten nicht nur allerhand über Pflanzen, sondern schlossen auch neue Freundschaften. So kannten sich Sophie Römer und Sophie Buchacher vor dem Ferienprogramm noch nicht, wollen sich aber auch in Zukunft noch mal treffen. Alles in allem waren sich die Kinder einig, dass es ein sehr aufschlussreicher Vormittag gewesen ist.

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