Leserforum

Gurken, Tomaten und Chilis: Aufgaben der Stadtgärtnerei?

von Redaktion

Zum Bericht „Chilis sind scharf – „Rasende Reporter“ besuchen Stadtgärtnerei im Lokalteil:

Es ist ja erfreulich, wenn sich Schüler für die Arbeit der Stadtgärtner interessieren. Da bekommen sie einen Bezug zu den Leistungen, die so eine Einrichtung für die Bevölkerung erbringt. Gefragt habe ich mich, warum bei diesem Bericht so viel über Gurken, Tomaten und Chilis geschrieben worden ist. Das – also die Gemüseproduktion – kann doch wirklich nicht die Aufgabe einer „Stadtgärtnerei“ sein, die es in Rosenheim gar nicht gibt. Denn – die Landesgartenschau-Ausrichterin Stadt Rosenheim hat keine „Stadtgärtnerei“. Andere Städte dieser Größenordnung haben übrigens schon eine Stadtgärtnerei – Rosenheim nicht. Die Aufgaben der städtischen Grünflächenpflege werden vom Baubetriebshof der Stadt Rosenheim erledigt. Zum Unterhalt der Grünflächen gehört unter anderem die Pflege des Baumbestandes, die die Gewährleistung der Sicherheit an Straßen, Plätzen und Wegen, und natürlich auch die attraktive Gestaltung der städtischen Freiflächen. Also, damit erbringen die Stadtgärtner/innen werthaltige Leistungen für die Bevölkerung. Leistungen, die nach getaner Arbeit nicht immer wahrgenommen werden, aber als selbstverständlich hingenommen werden. Nun haben allerdings die gewählten Entscheidungsträger der Stadt Rosenheim, die Ausrichterin der LGS 2010, die Mittel für Pflege und Unterhalt ihrer Grünflächen erheblich gekürzt. Auch mit weniger Geld (und mit weniger Personal) kann man noch ausreichende und sinnvolle Grünanlagenpflege betreiben. Gemüsebau gehört hier meines Erachtens nicht dazu. Auf der Suche nach Natur – eben in Rosenheim – gibt es vieles zu entdecken. Und noch viel mehr zu machen – beziehungsweise auch zu unterlassen!

Fritz Schott

Rosenheim

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