Eigene Zuhörer hatte der Münchner Rechtsextremist Michael Stürzenberger gerade mal eine Handvoll, dafür fanden sich bei seiner moslemfeindlichen Veranstaltung am Samstag laut Angaben der Polizei etwa 250 bis 300 Gegendemonstranten am Nepomukbrunnen in Rosenheims Fußgängerzone ein. Aufgerufen dazu hatte das aus 30 Parteien und Organisationen bestehende Bündnis „Rosenheim-nazifrei“; den ohne Zwischenfälle verlaufenden Auftritt begleiteten etwa 50 Polizeibeamte. Trotz der geringen Zuhörerzahl dürfte der wegen Volksverhetzung vorbestrafte Stürzenberger seinen Auftritt als Erfolg verbucht haben: Auf eigenes Publikum ist er nicht unbedingt angewiesen, denn seine Auftritte werden von seinem Umfeld ins Internet gestellt und da zehntausendfach angeklickt. Die Gegendemonstranten aber sind ihm Projektionsfläche, die er „als bösartige linke Kampfpropagandisten“ beschimpft. Klar, dass Stürzenberger ankündigte, „sicher noch einmal nach Rosenheim zu kommen“.Fotos JT