„Mobilität bewegt die Bürger“

von Redaktion

Verkehrsthemen dominieren Versammlung im Rosenheimer Norden

Rosenheim – Die Herbstfestzeit ist vorbei – jetzt beginnt in Rosenheim die Zeit der Bürgerversammlungen. Bis zum 10. Oktober finden fünf Stadtteilversammlungen statt, deren Auftakt Rosenheim-Nord bildete. Zu diesem Bereich zählen Westerndorf St. Peter, Egarten, Wernhardsberg, Langenpfunzen, Mitterfeld, Wehrfleck und Erlenau.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hieß im „Höhensteiger“-Saal in Westerndorf St. Peter gut 100 Besucher willkommen, darunter zahlreiche Mitglieder des Stadtrates. „Das ist meine letzte Bürgerversammlung hier nach 18 Jahren“ erklärte sie eingangs und fügte augenzwinkernd hinzu: „Seien Sie nicht zu hart zu mir.“ In ihrer langen Themen-Liste ging sie zunächst allgemein auf den Nahverkehr ein. „Die Mobilität bewegt die Bürger“ betonte sie. Der ÖPNV müsse sich stärker an die Bedürfnisse der Menschen anpassen und die Mobilitätssituation müsse verstärkt diskutiert werden. „Ich bin überzeugt, dass ein großes Umdenken stattfindet, allerdings kann man einen Flächenlandkreis wie Rosenheim nicht mit München oder Berlin vergleichen,“ stellte sie fest. Zum Stand der Planungen für den Brenner-Nordzulauf wies sie auf die inzwischen festgelegten fünf Grobtrassen-Varianten hin.

Trassen-Vorstellung am 16. Oktober

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Schlösslstraße berichtete sie, dass von den drei ausgearbeiteten Varianten eine im Verkehrsausschuss Akzeptanz gefunden habe. Diese werde am 16. Oktober im Rathaus vorgestellt. Sowohl die Durchfahrtshöhe der Unterführung von 3,50 Metern als auch die 30er-Zone würden beibehalten. Zum Thema „Verkehrssicherheit“, insbesondere zur schwierigen Situation bei der Einmündung der Schlösslstraße in die Westerndorfer Straße (B15) merkte sie an, dass hier das staatliche Bauamt Rosenheim zuständig sei. Eine Änderung der Signalsteuerung würde eine Verbesserung bedeuten, stünde aber gegen die Leistungsfähigkeit der Straße. Nach der Fertigstellung der Westtangente 2022 wird die Westerndorfer Straße voraussichtlich zur Staatsstraße herabgestuft.

Änderung des Bebauungsplans 184

Zum Ausbau der Erlenaustraße teilte sie mit, dass dieser stufenweise in zwei Bauabschnitten erfolgen wird. Hinsichtlich einer Nachverdichtung im Bereich Wehrfleck/Erlenau kündigte sie für künftige Ausbaumaßnahmen eine Änderung des betreffenden Bebauungsplanes Nr. 184 an. Dadurch soll die Bearbeitung von Bauanträgen vereinfacht werden.

Ferner gab sie bekannt, dass die Stadt im Bereich Pernauer-/Rechenauerstraße ein Grundstück für den Bau eines Spielplatzes erworben habe. Der Wegfall des bisherigen Bolzplatzes, der sich dort auf einem Privatgrundstück befunden hatte, war von vielen Anwohnern beklagt worden.

Quartier für

600 Menschen

Zum GRWS-Projekt „Lena Christ-Straße“ führte sie aus, dass dort in unmittelbarer Nähe zur Hochschule ein Quartier für 600 Menschen entstehe. „Der Spatenstich ist für Frühjahr 2020 geplant und Ende 2020/Anfang 2021 werden die ersten Wohnungen bezugsfertig sein“, vermeldete die Rathaus-Chefin. Des Weiteren informierte sie über die Weiterentwicklung der sogenannten „Hubauer-Flächen“ an der Marienberger Straße und über bevorstehende Lärmschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn AG im Rosenheimer Norden. Vor Beginn der nachfolgenden Diskussion erläuterte Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Götz Brühl die für 2020 vorgesehenen Fernwärme-Baumaßnahmen in der Töpfer- und Widderstraße (Bericht folgt).

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