Wo sich Menschen um Menschen kümmern

von Redaktion

Rosenheimer Vinzentius-Verein feiert 125-jähriges Bestehen bei einem Festgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche

Rosenheim – Mit einem Festgottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche und einem anschließenden Beisammensein wurde das 125-jährige Jubiläum des St.-Vinzentius-Vereins gefeiert.

Der zweite Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Anton Heindl, schilderte in seinem Grußwort die lange Historie des Vereins, der das Wirken des heiligen Vinzenz von Paul zum Vorbild hat. Dieser habe es sich schon im 17. Jahrhundert zu seiner Lebensaufgabe gemacht, in Not geratenen Menschen zu helfen. Im Jahr 1894 wurde dann der St.-Vinzentius-Verein als erster Wohltätigkeitsverein Rosenheims von Bürgern gegründet, um Arme und Hilfsbedürftige zu unterstützen.

Heute sieht es der St.-Vinzentius-Verein nach wie vor als seine Aufgabe, denjenigen Mitmenschen, die es schwer haben, mehr Freude am Leben zu verschaffen. Unter dem Motto „Christlich handeln, Solidarität leben“ kümmern sich hier Menschen um Menschen. Manfred Hellstern, Zweiter Vorsitzender ist vor Ort, wenn regelmäßig vom Sozialdienst Lebensmittelgutscheine an bedürftige Personen für verschiedene Rosenheimer Geschäfte abgegeben und Lebensmittel verteilt werden: „Es ist ein gutes Gefühl, hier von Mensch zu Mensch helfen zu können. Man kommt mit den Leuten ins Gespräch, und das ist wichtig.“

Auf diese Art und Weise, so Vorsitzender Andreas März, findet durch Begegnung Ansprache und Austausch statt, wird Integration praktisch gelebt: „Am Ende des Tages bleibt der Mensch ein soziales Wesen, und für mich ist und bleibt eine Stadt eine soziale Einrichtung, in der ich mithelfen möchte, dass sich möglichst viele Menschen wohlfühlen, dass sich niemand ausgegrenzt oder einsam fühlen soll.“ Dies sei das Motto des St.-Vinzentius-Vereins, der ganz im Sinne der christlichen Nächstenliebe mit Menschlichkeit helfen möchte, auch und gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Rationalisierung. Irmgard Lochner gab Einblick in die Arbeit des Kinderhorts des St.-Vinzentius-Vereins, in dem rund 60 Kinder in zwei Gruppen betreut werden. Den Kinderhort gibt es bereits seit 115 Jahren. Und auch der Jugendtreff Logo bei der Christkönigkirche erfreut sich großer Beliebtheit, wie Sebastian Kökerbauer die Festgäste wissen ließ. Beim anschließenden Beisammensein wurde auch der Zusammenhalt innerhalb der Mitglieder und Förderer des Vereins sichtbar, der durchaus Hoffnung macht auf ein weiteres Fortbestehen des St.-Vinzentius-Vereins für die nächsten 125 Jahre, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit.

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