Verkehrssicherheit als großes Anliegen

von Redaktion

Anwohner zeigen bei Bürgerversammlung für Rosenheim-Nord Mängel auf

Rosenheim – Die Verkehrssicherheit in Westerndorf St. Peter und Egarten nahm breiten Raum bei der Bürgerversammlung für Rosenheim-Nord ein. Martin Betz beklagte, dass die Fahrbahnverengung im Adler- und Wachtelweg ohne Wirkung geblieben sei. Er forderte in diesem Bereich eine eindeutige Verkehrsregelung, zum Beispiel durch eine Haltelinie.

Besichtigungstermin mit der Polizei

Die Familie Betz verlangte im Namen der Anwohner der Wohngebiete Egarten und Möslstraße eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, insbesondere des Schulwegs für Schüler. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer schlug einen gemeinsamen Besichtigungstermin vor Ort zusammen mit der Polizei vor.

Ferner wurde moniert, dass die sogenannte Höhensteiger-Ampel, an der die Schüler die Westerndorfer Straße überqueren, von Pkw- und Lkw-Fahrern häufig missachtet werde. Dadurch entstehe eine große Gefährdung. Herbert Hoch, Dezernent für Recht, Sicherheit, Ordnung, wies darauf hin, dass für die Westerndorfer Straße als B15 das staatliche Bauamt zuständig ist. „Wir werden bei einem Ortstermin zusammen mit Vertretern des staatlichen Bauamtes und der Polizei die Situation prüfen“, sicherte er zu.

Andrea Reisenauer bemängelte die Hinweisschilder auf die Fußgängerampel an der Einmündung der Schlösslstraße in die Westerndorfer Straße. Auch diese Situation soll bei dem Ortstermin unter die Lupe genommen werden.

Kritik an den Bordsteinen

In einer weiteren Wortmeldung kam die Unzufriedenheit über die aktuelle Bordsteingestaltung an der betreffenden Einmündung zum Ausdruck. Die früher dort erstellte, provisorische Lösung hätte sich bewährt. Hans-Joachim Stein, Leiter des Tiefbauamtes, stellte hierzu fest, dass das aus Plastikelementen bestehende Provisorium auf Dauer nicht tragbar sei. Durch die jetzt verlegten Hochbordsteine habe man eine dauerhafte Lösung geschaffen.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Schlösslstraße befürchtete ein Bürger, dass man mit der im Verkehrsausschuss akzeptierten Variante (wir berichteten) bei der für den 16. Oktober geplanten Vorstellung bereits „vor vollendete Tatsachen gestellt werde“. Er möchte die Vorschläge vorher sehen und verlangte, sie ins Internet zu stellen.

Die Rathaus-Chefin erwiderte, dass man sich im Vorfeld bereits stark auf die Anlieger zubewegt habe „gegen die feste Überzeugung der Verwaltung“. „Ich bin stocknarrisch über diese Diskussion ohne Ende“, bekannte sie und fügte hinzu: „Es gibt keine vollendeten Tatsachen, auch wenn im Stadtrat eine Variante behandelt wurde.“

Variante wird mit Anliegern besprochen

Hans-Joachim Stein erinnerte an die ursprünglichen drei Grundideen, die in einer Versammlung vorgetragen worden waren. Die damals vorgebrachten Sorgen habe man aufgenommen. Der Stadtrat habe sich in einer Sitzung für eine Vorzugsvariante ausgesprochen. „Diese ins Internet zu stellen, halte ich nicht für zielführend“, erklärte er. Die Variante werde am 16. Oktober mit den Anliegern besprochen. „Das ist ein offener Dialog und keine vollendeten Tatsachen“, unterstrich er. Johann Baumann

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