Rosenheim – Seit mittlerweile 30 Jahren gibt es das Programm „Lernort Staatsregierung“ der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Es ermöglicht Schülern durch den Besuch eines Staatsministeriums oder der Bayerischen Staatskanzlei, in direkten Kontakt mit Verantwortlichen aus Politik und Ministerialverwaltung zu treten.
Diese Begegnung mit der Arbeit der Regierung vor Ort eröffne Schülern unmittelbare Einblicke in politisches Handeln und stelle eine Art „Intensivkurs“ in politischer Bildung dar, heißt es in einer Mitteilung der Schule.
Jetzt besuchten die Schüler der Klasse 10b des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums die Staatskanzlei und erfuhren von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, wie Regieren in Bayern funktioniert. Er zeigte den Jugendlichen den Ministerratssaal und beantwortete ihre Fragen rund um sein Amt und seine Aufgaben.
„Diesen Blick hinter die Kulissen gibt es so nur in Bayern. Der gegenseitige Austausch weckt Interesse und beugt Politikverdrossenheit vor. Unsere Jugendlichen sind die Entscheidungsträger von morgen“, sagte Söder.
Nach der Führung durch das Gebäude mit einem Überblick über dessen Geschichte leitete ein Quiz zu Organisation und Aufgaben der bayerischen Staatsorgane hin zu Einblicken in einzelne Themenbereiche aus dem Zuständigkeitsbereich der Staatskanzlei. So gab es ein Referat über die Pflege internationaler Beziehungen Bayerns innerhalb der EU und weltweit, konkret veranschaulicht am Beispiel Tschechien.
Die Tätigkeit eines Redenschreibers stellten die Beamten der Staatskanzlei ebenfalls vor und demonstrierten anhand einer konkreten Rede, welche rhetorischen Kniffe wichtig sind fürs Redenschreiben. Abschließend setzten sich die Schüler mit dem Thema Medien und deren Bedeutung für eine plurale demokratische Gesellschaft auseinander.