Rosenheim – Die Grundschule an der Prinzregentenstraße in Rosenheim, das Herbstfest und vor allem der Verkehr: Die Themen, welche die Menschen bei der Bürgerversammlung für die Stadtmitte und für Küpferling bewegten, waren vielfältig.
Dass der Platz in Grundschule an der Prinzregentenstraße knapp ist, darin sind sich der Elternbeirat und die Stadt einig. „Wir freuen uns, dass es mehr Kinder gibt, sind aber trotzdem etwas überrascht über die Höhe der Zahlen“, sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU). Ob man das Gebäude aufstocken könne, wollte deshalb die Sprecherin des Elternbeirats wissen, die über fehlende Räume für Schüler und Lehrer klagte. Helmut Cybulska von der Stadtverwaltung kündigte an, dass die Stadt ohnehin gerade dabei sei, die Gesamtsituation der Schulen zu prüfen. Nach Angaben des Baudezernenten ist Ende nächsten Jahres mit den Ergebnissen vom Schulentwicklungsplan zu rechnen. Neben den geplanten Hortneubauten in Happing und Westerndorf St. Peter gebe es Überlegungen für eine neue, zusätzliche Grundschule, in der Stadtmitte oder möglicherweise im Westen.
Wie sich Erweiterungen oder Neubau letztlich auf die Schulsprengel auswirken, stehe noch nicht fest. Ein geeignetes Grundstück in der Rosenheimer Innenstadt zu finden, sei schwierig, sagte Gabriele Bauer, die aufgrund der „Notsituation“ an der Prinzregentenschule versprach, sich die Lage an Ort und Stelle zusammen mit dem Elternbeirat anzuschauen.
Alexander Saalfeld hatte beantragt, die Stadt möge sich dafür einsetzen, dass sich beim Herbstfest keine Pferdereitbahn mehr niederlassen darf. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, nach eigener Aussage selbst „kein Zirkus-Freund“, bekannte sich zu dem Ansinnen. „Sie haben mich voll auf Ihrer Seite, da ich denke, dass so etwas nicht mehr zeitgemäß ist.“ Der Wirtschaftliche Verband schließe als Veranstalter die Verträge mit den Schaustellern ab. Dass das Thema durchaus kontrovers diskutiert wird, zeigte die Wortmeldung von Hubert Lohberger, Obermeister der Metzgerinnung. Die eingesetzten Pferde hätten eine große Koppel, seien nur für einen fest abgesteckten Zeitraum im Einsatz und bräuchten schließlich eine Beschäftigung.
Michael Markus, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Apostelkirche in Rosenheim, stellte die Frage in den Raum, wie der städtische Friedhof attraktiver gestaltet werden könne. Der Trend gehe zu kleineren Friedhöfen, zudem seien vermehrt alternative Formen der Bestattung gefragt. Gabriele Bauer stimmte ihm zu, dass es einige Flächen gibt, die ungepflegt aussehen, weil beispielsweise Unkraut sprießt oder Grabsteine in Schieflage geraten sind. Dezernent Cybulska sagte, dass bereits zwei Konzepte in Planung seien: ab 2020 für den städtischen Friedhof in Aising und danach für den Hauptfriedhof. In der Tat sei auch in Rosenheim ein hoher Bedarf an teilanonymen Bestattungen zu verzeichnen.
Nicht zu kurz kamen wiederum die Wortmeldungen zum Thema Verkehr. Angeregt wurde neben einer eindeutigen Beschilderung der Straße Am Stadtbach in Einbahnrichtung für Autofahrer auch eine intensivere Straßenreinigung in der Färberstraße. aez