DAV Rosenheim wächst zum größten Verein der Stadt

von Redaktion

Mit rund 11000 Mitgliedern nimmt auch das Aufgabenspektrum zu – Treue Mitglieder erhalten Auszeichnung

Rosenheim – Auf ein umfangreiches und vielfältiges Jahr blickte die Sektion Rosenheim im Deutschen Alpenverein bei ihrer Hauptversammlung zurück. Mit fast 11000 Mitgliedern ist der Verein der größte innerhalb der Stadt Rosenheim. Eine Entwicklung, die nun auch zu organisatorischen Veränderungen innerhalb des Vereins führt. Außerdem steigt der Vereinsbeitrag drei Euro, da der Hauptverband des DAV eine Digitalabgabe für die Sektion in Höhe von ebenfalls drei Euro ab dem kommenden Jahr fordert.

Vollzeitkraft
für Geschäftsstelle

Weil das Aufgabenspektrum weiter wächst, wird ab Januar 2020 die Leitung der Geschäftsstelle an eine hauptamtliche Kraft in Vollzeit übertragen. Christoph Schnurr, seit Jahren mit der Sektion vertraut, wird nun die Unterstützung der Ehrenamtlichen sowie die Leitung der Geschäftsstelle übernehmen. Die jeweiligen Beiratsmitglieder und Referatsleiter informierten über ihre Aufgabengebiete. So sorgte der schneereiche Winter mit extremen Schneebruch für anspruchsvolle Arbeiten bei der Instandsetzung der über 200 Kilometer Wege und Steige in den beiden Arbeitsgebieten Brünnstein und Hochries. Auch die beiden vereinseigenen Häuser forderten Hüttenreferenten und Wirtsleute während der Schneefallperioden und auch im Frühjahr bei der Behebung von großen und kleinen Schäden durch den extremen Schneedruck.

Außerdem stand die Renovierung der 1997 erbauten sektionseigenen Kletteranlage in der Pürstlingstraße sowie die Nutzungsänderung zu einer nicht öffentlichen Kletterhalle an. Vereinsmitglieder aber auch Gruppen, unabhängig von der Sektion Rosenheim, haben die Möglichkeit, feste Kletterzeiten über die Geschäftsstelle zu buchen und die Halle über ein eigenständiges Schließsystem zu betreten.

Das Rock & Bloc Sportkletterteam feierte beachtliche Erfolge im Wettkampfsport und habe mit seiner hervorragenden Nachwuchsarbeit für großes Aufsehen gesorgt, teilt der Verein mit. Dies wurde nicht zuletzt mit der Ernennung zu einem der wenigen Trainings- und Ausbildungsstützpunkte durch den bayerischen Sportverband honoriert.

Umtriebig und vielfältig sind auch die Tätigkeiten von Gruppen sowie im Bereich Touren- und Ausbildungswesen. Allerdings gibt es Nachwuchssorgen, da sich einige der treuen Tourenbegleiter in den „Wander-Ruhestand“ verabschiedet hätten.

Seit den vergangenen Jahren baut sich wieder eine starke Vereinsjugend unter der Leitung des Jugendreferenten Jan Wohlers und seinem Bruder Leon aus. So sind für die Jugendarbeit mittlerweile 15 Jugendleiter aktiv, die nun neben der Jugendgruppenarbeit ein eigenes Jugendtourenprogramm auflegen. Dringlicher Wunsch der Jugendvertreter: Ein gut erreichbarer, eigener Jugendraum als zentraler Anlaufpunkt in Rosenheim, wie es ihn schon über viele Jahre im Flötzinger Löchl gab.

Josef Müller, Zweiter Vorsitzender und Tourenreferent, berichtete von Neuerungen im Touren- und Ausbildungsprogramm für die Saison 2019/20 und die Aufstellung eines Ganzjahresprogrammes mit dem Beginn der Wintersaison, um den unzähligen Teilnehmern ein bessere, jährliche Planbarkeit zu ermöglichen.

Außerdem stellte die Vorstandschaft die Jahresrechnung und das Vereinsergebnis vor, welches in diesem Jahr bei einem minus von knapp 28000 Euro lag. Die versammelten Mitglieder entlasteten die Vorstandschaft einstimmig und gaben grünes Licht für den Haushaltsvoranschlag für 2020 in Höhe von 706000 Euro.

Ehren-Edelweiß
als Dankeschön

Genauso gehörte zu diesem Abend die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Über vierzig Jubilare hatten sich eingefunden und freuten sich über die Entgegennahme des Ehren-Edelweiß zur Mitgliedschaft von 25, 40, 50 und 60 Jahren.

Für 60 Jahre Treue zum Verein wurden Marlene und Josef Schmid, über Jahre Hütten- und Wegereferenten der Hochries, Helga Hoffmann, Dieter Joachimsmeyer, Brigitte Leikermoser, Stefan Schiefer und Josef Wetzler geehrt.

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