Die Bühne als Frischzellenkur

von Redaktion

Seit 20 Jahren gibt es die Band „Uncle Beat“: Jubiläumskonzert im Café Innig

Rosenheim – Zwei Jahrzehnte ist es her, dass sich die Band „Uncle Beat“ gegründet hat. Zum Jubiläum gibt es heute, Samstag, 9. November, einen Auftritt im Rosenheimer Café Innig. Und vorab eine Erinnerungsreise zurück zu den Anfängen.

„Der Grundgedanke war, dass die ganze Band in ein Auto passt“, sagt Theo Kuffler (56) aus Brannenburg. „Inzwischen brauchen wir dazu aber einen Bus.“ Unterwegs ist die Band in der gesamten Region. Geprobt wird in Rosenheim. Kuffler, der in der Formation Schlagzeug spielt, ist zusammen mit dem Gitarristen Anselm Mayerhofer (56) aus Raubling von Anfang an dabei. Ziel war es, Songs zu covern, die nicht bereits zum Standartrepertoire jeder Partyband gehörten.

Coversongs mit

eigener Note

Im Jahr 1999 gründeten die beiden deshalb mit einem Sänger und einem Bassisten die Band „Uncle Beat“. Seitdem spielte die Gruppe, die regelmäßig in Rosenheim probt, in wechselnder Besetzung: 2001 kam „Tastenprinz“ Josef Loscar aus Rosenheim am Keyboard dazu. Er ist heute 66 Jahre alt. 2006 wurde Florian Schilling aus Heufeldmühle, heute 40 Jahre alt, aufgenommen. Und auch Bassist Michael Höcherl (31) aus Bruck ist seitdem Teil der Band, nachdem andere Mitglieder aus beruflichen Gründen aussteigen mussten. Seit zwei Jahren verstärkt außerdem Sängerin Marina Lampl (31) aus Emmering die „Uncles“. Man arbeite immer am Programm, um es an verschiedene Anlässe anzupassen. Die Coversongs bekommen auch einen ganz eigenen Stempel: „Wir hängen nicht sklavisch am Original, die Lieder bekommen von uns eine eigene Note – bei uns heißt das ,Ein-Unclen‘“, sagt Höchler. Er arbeitet abseits der Bühne als Vertriebsingenieur. Die Setlist reicht von den Beatles über Stevie Wonder bis hin zu Queen. „Das Lied muss zu uns passen, nicht wir zum Lied.“

Eine Herangehensweise, die augenscheinlich funktioniert. Bis zu 15 Auftritte spielt die Band im Jahr – mal vor 100, mal vor 1000 Zuhörern. „Unser absoluter Höhepunkt bisher war während des Finales der Europameisterschaft 2008. Da durften wir vor der Live-Übertragung auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim vor knapp 10000 Leuten spielen“, erinnert sich Kuffler. Auch auf dem Rosenheimer Stadtfest und bei Kultur im Park in Bad Aibling zeigten die Musiker ihr Können.

Und noch soll nicht Schluss sein. Im Gegenteil, man spüre eine regelrechte „Frischzellenkur“ in der Band. Und das, obwohl die sechs ganz unterschiedlich alt sind. Dadurch aber bleibe das gemeinsame Musizieren immer spannend, sagt Kuffler.

Lampenfieber

statt Routine

Für das kommende Jahr stehen bereits die ersten Auftritte fest. Die Konzerte sind alles andere als Routine: „Wir sind keine Profis, natürlich ist man immer aufgeregt. Aber das ist auch gut so. Ich hoffe, dass sich bei uns nie eine ,Abgebrühtheit‘ einstellt“, sagt Höcherl.

Auf das Konzert im Café Innig freut sich die Band. Es werden Bilder aus den vergangenen Jahren gezeigt, und ehemalige Bandmitglieder, zu denen noch freundschaftlicher Kontakt besteht, werden ihren „Rock-Kumpanen“ auf der Bühne Gesellschaft leisten. Im Vordergrund soll aber die Musik stehen, und ein schöner Abend: „Wir machen das, was uns am meisten Spaß macht und stoßen an: auf die nächsten 20 Jahre.“

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