Stadtseilbahn muss warten

von Redaktion

Im Verkehrsausschuss: Stadträte wollen kein Geld für Machbarkeitsstudie ausgeben

Rosenheim – Eine Stadtseilbahn und eine Machbarkeitsstudie dazu wird es in Rosenheim in der näheren Zukunft nicht geben. Darauf haben sich die Stadträte im Verkehrsausschuss geeinigt. Wohl aber wird die Stadt die Entwicklung in anderen Kommunen im Auge behalten, etwa in Kempten, wo eine Machbarkeitsstudie Details untersuchen wird.

Mit der Entscheidung ist der Antrag der Stadtratsfraktion der Republikaner vom Tisch. Die Fraktion hatte beantragt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Ganz bewusst hatte sie dabei konkretere Angaben vermieden, etwa zur Route, die das Verkehrsmittel nehmen könnte. Dies fiel der Fraktion im Ausschuss praktisch vor die Füße. Denn ohne die Vorgabe eines Quell- und Zielverkehrs mache eine Studie keinen Sinn, teilte die Verwaltung mit. Dass die Strecke den Schloßberg umfassen könnte, stand im Raum, wurde aber nicht vertieft.

Grundsätzlich sind sich die Stadträte einig, dass eine Stadtseilbahn ein ergänzendes Verkehrsmittel im ÖPNV sein kann. Allerdings seien Vor- und Nachteile gründlich abzuwägen und Rosenheim wohl zu klein für ein solches Projekt.

Trotz der Absage war Rudolf Hötzel, der Fraktionsvorsitzende der Republikaner, zufrieden. Denn immerhin habe es im Gremium keine komplette Ablehnung gegeben und auch grundsätzlich gebe es durchaus Zustimmung.bw

Artikel 6 von 11