Vertreter von Stadt und Landkreis gedenken der Kriegs- und Gewaltopfer

von Redaktion

Zur gemeinsamen Gedenkfeier für die Toten der beiden Weltkriege, die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft, Vertreibung oder Flucht trafen sich Vertreter der Stadt und des Landkreises Rosenheim am gestrigen Sonntag vor den Soldatengräbern im städtischen Friedhof. In einem Trauerzug zogen sie gemeinsam mit Fahnenabordnungen der Vereine, Abordnungen der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes, des Technischen Hilfswerks sowie der Polizei, der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes vom Max-Josefs- Platz zum Friedhof. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer erinnerte an die Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor 100 Jahren und die Hoffnung der Menschen auf Frieden, die leider enttäuscht wurde. „Noch heute mahnen uns die Toten. Machtpolitik und Expansionsstreben sind weiter bittere Realität. Deshalb soll dieser Volkstrauertag auch ein Bekenntnis zu Europa, zur Zusammenarbeit und zur Völkerfreundschaft sein“, sagte Bauer. Für die Kirche sprachen und beteten Gemeindereferentin Hannelore Maurer (katholisch), Pfarrer Dr. Bernd Rother (evangelisch) und der Leiter der neuapostolischen Gemeinde, Heinz Hungbaur. Höhepunkt der Zeremonie war die Kranzniederlegung, angeführt von der Oberbürgermeisterin. Unterbrochen wurde die Stille von den Salven der Gebirgsschützenkompanie. Traditionell endete die Gedenkstunde mit der Bayern- und der Nationalhymne sowie einem abschließenden Musikstück der Rosenheimer Stadtkapelle und dem gemeinsamen Ausmarsch.
Fotos Schlecker

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