Rosenheim – Die Stadt Rosenheim will sich Hilfe holen, um die Verkehrsprobleme in der Innenstadt zu lösen. Die Verwaltung wird Angebote von Planern einholen und dann ausarbeiten, welche Punkte genauer untersucht werden sollen.
Auf diese Vorgehensweise haben sich die Stadträte im Verkehrsausschuss geeinigt. Sie reagieren damit auf zwei Anträge aus den Fraktionen. Den einen Antrag hatte die Stadtratsfraktion der Grünen gestellt, den anderen die SPD-Stadtratsfraktion. Dabei beschäftigen sich die Grünen mit der Überlegung eines Einbahnstraßensystems. Mit dessen Hilfe könnte der Verkehr optimal gelenkt und zugleich Fahrradfahrer und Fußgänger besser integriert werden – ohne die Fahrbahnbreite ändern zu müssen. Zugleich ließe sich der Verkehr in den einzelnen Straßen reduzieren.
Im Ausschuss sagte Grünen-Stadtrat und Oberbürgermeisterkandidat Franz Opperer, es gebe in der Stadt sehr viele Straßen, die zu schmal seien für einen wechselseitigen Verkehr sowie für Geh- und Radwege. Ein möglicher Ansatz unter vielen sei die Idee mit den Einbahnstraßen. Denn sie böten mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer, sagte Opperer.
Wenig mit dieser Idee anfangen kann der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion Herbert Borrmann. Dennoch unterstützt auch seine Fraktion den Antrag auf ein Verkehrskonzept. Zu klären sei allerdings im Detail, welche Punkte in das Konzept aufgenommen würden, sagte Borrmann. Die Verwaltung sagte zu, die Auftragsvergabe im Haupt- und Finanzausschuss beschließen zu lassen.
Auch die SPD-Stadtratsfraktion fordert ein Verkehrskonzept für die Rosenheimer Innenstadt, das alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt behandelt. Dies sei notwendig, weil die Bevölkerungszahl und damit die Zahl der Verkehrsteilnehmer wachse. Außerdem gebe es neue Fortbewegungsmittel wie E-Bikes oder Scooter. Es sei wichtig, Verkehrswege in der Innenstadt neu zu denken, schreibt die SPD-Stadtratsfraktion. bw