Leserforum

„Der Max-Josefs-Platz ist für Rollstuhl-Fahrer gesundheitsgefährdend“

von Redaktion

Zu dem Artikel „Holpermeile bleibt Holpermeile“, erschienen im Lokalteil:

Der Stadtrat hat sich selbst disqualifiziert. Wie sonst kann man wieder einmal die Verschiebung einer Entscheidung darüber, wie der Max-Josefs-Platz auch für Behinderte und ältere Mitbürger benutzbar werden kann, bewerten?

Der Max-Josefs-Platz ist für Rollstuhl-Fahrer und Rollatoren-Nutzer gesundheitsgefährdend und schmerzvoll. Kein Rollstuhl hat eine Federung! Nach wenigen Metern hat der Rollstuhlfahrer mit starken Schmerzen zu kämpfen. In den Fugen bleiben die schmalen Räder der Rollstühle und Rollatoren einfach hängen. Die Problematik des Pflasters und der breiten Fugen kennt man seit Jahren. Leider hat wohl auch die Behinderten-Beauftragte der Stadt Rosenheim zu wenig Beachtung bei den Verantwortlichen, oder wird auch sie immer nur abgewiegelt und vertröstet?

Die Alibi-Schleiferei in der Heilig-Geist-Straße zeigt doch nur, dass die in der Stadtverwaltung Verantwortlichen, sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Durch das Schleifen wurde keine Fuge auch nur einen Millimeter kleiner. Diese Aktion war rausgeschmissenes Geld.

Der Unterzeichner hat sich in den vergangenen Jahren als Betroffener intensiv mit dem Thema beschäftigt. Gemeinsam mit dem OVB haben wir, zusammen mit dem Seniorenbeirat, zuletzt im Frühjahr dieses Jahres eine Aktion durchgeführt und vor Ort Bürger befragt. Kein Mensch hat dafür Verständnis, dass man in den vergangenen neun Jahren keine Lösung gefunden hat. Der Gipfel der Verantwortungslosigkeit aufseiten des Stadtrates ist aber der Einwand, man könne nicht entscheiden, da man nicht wisse, was aus dem Max-Josefs-Platz und der Heilig-Geist-Straße werden soll. Ohne wissenschaftliche Expertise, nur aus gesundem Menschenverstand, kann doch die Antwort nur lauten: Weiterhin ein öffentlicher Platz, der von den Bürgern auch in vielen Jahren noch mit dem Rollstuhl oder anderen Hilfsgeräten benutzt werden muss.

Gott sei Dank gibt es wenigstens mit Horst Halser einen Stadtrat, der sich für die Belange der Betroffenen einsetzt. Für uns alle, die täglich unter der Unentschlossenheit des Stadtrats zu leiden haben, gilt: Wir werden uns bei der nächsten Wahl mal genauer ansehen, wer sich um unsere Belange kümmert, oder einfach nur wieder untätig bleibt und nur fade Erklärungen von sich gibt.

Dieter Hofrath

Rosenheim

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