Rosenheim – Der Christkindlmarkt in Rosenheim ist eröffnet. In den Tagen bis Weihnachten werden Menschen aus der gesamten Region nach Rosenheim kommen, um über den Markt am Max-Josefs-Platz zu bummeln. Sorge um ihre Sicherheit müssen sie dabei nicht haben, teilt die Polizei Rosenheim mit. Trotzdem gibt es Straßensperren.
Robert Maurer, der Medienbeauftragte der Polizei Rosenheim, sagt, der Rosenheimer Christkindlmarkt sei „ein richtig schönes Ereignis“, eines, das sogar der Polizei „richtig Spaß“ mache. Die Einsatzkräfte kommen von der Polizeistation herüber in die Innenstadt, zeigen Präsenz – und freuen sich, wenn sie mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Zusätzliche Kräfte seien nicht vorgesehen. Anders als etwa beim Herbstfest müssten beim Christkindlmarkt in der Innenstadt keine operativen Ergänzungsdienste angefordert werden. Die Veranstaltung verlaufe seit einigen Jahren absolut friedlich und „völlig unauffällig“. Nicht einmal Betrunkene stören die vorweihnachtliche Szenerie, meldet Maurer.
Dennoch: Ganz ohne Sicherheitsvorkehrungen geht es nicht: Je zwei schwere Poller verhindern an der Heilig-Geist-Straße und an der Rathausstraße die Zufahrt zum Christkindlmarkt. Und erinnern damit an den Terroranschlag vom 19. Dezember 2016: Damals war der Tunesier Anis Amri mit einem Sattelzug in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gerast. Elf Menschen starben, 55 wurden zum Teil schwer verletzt. Eine „konkrete Gefahr“, dass etwas Ähnliches in Rosenheim passieren könnte, gebe es nicht, sagt Maurer. Trotzdem könne man letztlich nie eine Gefahr ausschließen. Aufstellen musste die Poller der Veranstalter des Rosenheimer Christkindlmarktes, der Wirtschaftliche Verband. Hintergrund ist eine Auflage der Stadt. Immerhin: Die Poller stören das weihnachtliche Ambiente nicht, sie sind verziert und gut versteckt.