Schnaitsee – Hoher Besuch im Caritas-Reha-Zentrum St. Nikolaus in Berg bei Schnaitsee: Staatssekretärin Carolina Trautner aus dem Sozialministerium machte sich in der vollstationären Einrichtung für chronisch Suchtkranke, wo 26 Frauen und Männer auf dem Weg zum selbstständigen Leben begleitet werden, ein eigenes Bild von der Situation. Zusätzlich werden hier noch sechs Bewohner in der Außenwohngruppe in Tacherting betreut.
Bei einem Rundgang durch das Haus mit Leiter Christian Dallinger unterhielt sich die Staatssekretärin mit Bewohnern und Bewohnerinnen sowie mit Mitarbeitern. Sie erkundigte sich zudem nach den weiteren Unterstützungsangeboten der Fachambulanz in Traunstein, zu der das Schnaitseer Reha-Zentrum gehört.
Trautner betonte: „Sie kümmern sich seit 20 Jahren hier in Schnaitsee um Menschen mit Suchterkrankung. Bei ihnen steht immer der einzelne Mensch im Mittelpunkt.“ Das Angebot reiche von der Ergotherapie über Sportangebote bis hin zur Entwicklung von Zukunftsperspektiven. „Für diese wertvolle Arbeit danke ich von Herzen.“ Auch der Schnaitseer Bürgermeister Thomas Schmidinger war zu Gast in Berg. Er zeigte sich beeindruckt von den vielen Hilfsangeboten. Er wies darauf hin, dass in der Gemeinde das Reha-Zentrum gut integriert sei. „In einer Zeit, wo wir immer wieder die Erfahrung sozialer Armut auch bei uns in der Gemeinde machen müssen, kümmern sich hier in Berg viele Menschen um Betroffene, die einen schlimmen Weg hinter sich haben. Das Caritas-Reha-Zentrum ist ein wichtiges Glied der sozialen Kraft in unserer Gemeinde.“
„Unser Rehabilitationszentrum hat sich hier erfolgreich im Hilfesystem etabliert. Sucht ist auch ein Indikator für viele andere Problemlagen, wie etwa ein hoher Stresslevel, wenig Aussicht auf sichere Arbeitsplätze oder schwierige Wohnverhältnisse in Verbindung mit Geldsorgen“, betonte beim Gespräch Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier.
„Ziel unserer Maßnahmen ist in der Regel ein mittel- und langfristiger Wechsel in weniger intensive, möglichst eigenständige Wohn- und Betreuungsformen“, erklärte den Anwesenden Franz Burghartswieser, der Kreisgeschäftsführer des Caritas-Zentrums in Traunstein.