Rosenheim – Die Brücke über die Bahnanlagen an der Münchener Straße in Rosenheim muss saniert werden. Die Arbeiten werden im Jahr 2021 durchgeführt, in der Zeit von März bis November. Darauf haben sich die Stadträte einstimmig verständigt. Die Kosten betragen rund 2,55 Millionen Euro.
Arbeiten in zwei
Abschnitten
Dass die Brücke generalüberholt werden muss, daran lässt der Sachvortrag der Stadtverwaltung keinen Zweifel. Zu viele Teile müssen ausgewechselt und erneuert werden. Unter anderem müssen zudem Risse am Überbau und an den Widerlagern verpresst werden, müssen schadhaften, chloridbelasteten Überbauendträger und die Überbauunterseiten saniert werden. Neben vieler anderer Arbeiten lässt die Stadt außerdem an markanten Rissen im Brückenbauwerk Überwachungssysteme einbauen, die Alarm melden, wenn die Risse größer werden sollten. Ist die Brücke saniert, kann sie noch einmal 25 bis 30 Jahre stehen bleiben, teilt die Stadt mit. Die Bauarbeiten auf dem oberen Teil der Brücke werden in zwei Bauabschnitten abgewickelt. Zunächst wird auf der westlichen Seite gebaut, dann auf der östlichen Seite. Dafür wird jeweils ein Überbau halbseitig gesperrt, der Verkehr verlegt. Es steht während der Bauarbeiten je Fahrtrichtung eine Fahrspur zur Verfügung. Der Fuß- und Radweg bleibt auf einer Seite in beiden Richtungen erhalten. An den Ampeln an der Hubertusstraße und Enzensbergerstraße wird umgeleitet.
Kritiker fürchten starke Auswirkungen auf den Verkehrsfluss: Staus, auch über die Stadtgrenzen hinaus. Im Raum steht zudem die Frage, warum die Stadt jetzt in die Planung einsteige und nicht warte, bis die Westtangente fertiggestellt ist.
Zu warten ist
nicht wirtschaftlich
Die Stadt teilt mit, es sei nicht möglich, Planung und Ausführung zu verschieben. Zu sehr sei sonst die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Außerdem müsse damit gerechnet werden, dass die Baukosten stiegen, je länger man warte. Grundsätzlich aber sei es derzeit noch immer wirtschaftlicher, die Brücke zu sanieren als sie abzureißen und neu zu errichten.
Schon mehrfach war es zu Behinderungen auf der Brücke gekommen. Zuletzt im Oktober, als die Stadt die Fahrbahn hatte aufgraben lassen, damit Arbeiten am Kabelnetz durchgeführt werden konnten. Auch im Frühjahr 2018 mussten die Verkehrsteilnehmer Geduld beweisen. Damals waren Korrosionsschäden an der Verankerung der Brücke festgestellt worden.