Zusätzliche Mülleimer im Stadtgebiet

von Redaktion

Rosenheim – Mehr Abfalleimer im Rosenheimer Stadtgebiet: das haben sich die Jugendlichen gewünscht, die im Sommer am Jugendbeteiligungsprojekt „bestimmt“ teilgenommen hatten. Die Stadt will den Wunsch nun erfüllen. Und folgt damit auch einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion. Sie hatte gefordert, das Thema aus dem Projekt auf die Tagesordnung zu bringen und zu behandeln.

Der Wunsch der Jugendlichen stieß bei den Stadträten im Haupt- und Finanzausschuss auf sehr viel Wohlwollen. Dass der Bedarf besteht und die Stadtzusätzliche Mülleimer, wahlweise aber auch größere, aufstellen sollte, ist unstrittig. An welchen Standorten dies geschehen soll, wird die Verwaltung jetzt prüfen.

Ihre Zustimmung verknüpfen die Rosenheimer Stadträte im Ausschuss aber zugleich mit der Kritik am zunehmenden Müll. Vor allem die steigende Zahl von To-go-Produkten sorge für volle Abfalleimer – trotz der Debatte um Klima- und Umweltschutz. Die Frage sei, ob die Stadt etwa diejenigen Geschäfte zur Kasse bitten könnte, die solche Produkte anbieten, sagte dazu der CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Bergmüller. Oder ob ein verpflichtendes Pfand-System sinnvoll sein könnte. Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) warnte dabei allerdings vor zu viel Euphorie: „Die Leute werfen auch Pfandsachen weg. In einem Ausmaß, das ist unvorstellbar.“

Der Konsum müsse grundsätzlich reduziert und der Konsument zu mehr Umsicht erzogen werden, befand Franz Opperer, Stadtrat der Grünen und Oberbürgermeisterkandidat. „Mehr Mülleimer bringen noch mehr Müll.“ Auf den Bergen stünden keine Mülleimer und trotzdem seien die Gipfel nicht total vermüllt, sagte Opperer.bw

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