Rosenheim – Wenn einer wie Peter Wright die Darts-WM gewinnt, dann hat das Strahlkraft bis nach Rosenheim. Seit bald vier Jahren gibt es dort, im 1. Billard- und Steeldartverein Rosenheim, eine eigene Dart-Abteilung. Der Vorsitzende des Vereins, Thomas Permoser (31), ist froh über solche Paradiesvögel wie den Schotten Wright, der mit seinem lilafarbenen Irokesenschnitt ein echter Hingucker ist – und ein toller Dartspieler dazu.
Als der 49-jährige Wright am Ende der Weltmeisterschaft in London die Sid-Waddell-Trophy hochhält, ist auch bei den Dart-Begeisterten in Rosenheim die Freude groß. Dass sich der Außenseiter, der eigentlich schon vor Jahren seine Profikarriere aufgeben wollte, gegen den haushohen Favorit Michael van Gerwen, durchsetzen konnte, das sorgt für Begeisterung. Und nicht nur das: Wie Thomas Permoser sagt, steigt nach sportlichen Großereignissen wie der WM das Interesse am heimischen Verein. Zu den Montagsturnieren der Dart-Abteilung kommen dann schon einmal doppelt so viele Teilnehmer als sonst. Einer wie Wright, der auffällt wie ein bunter Hund, zieht dann natürlich besonders. In Rosenheim kommen in der Regel acht bis zehn Spieler zu einem Montagsturnier. Im Sog der Großveranstaltung „können das schon mal bis zu 20 Leute sein“, sagt Permoser.
Eine Zahl, die auf den ersten Blick wenig erscheinen mag. Wenn man aber weiß, dass die Dart-Abteilung lediglich 25 aktive Mitglieder zählt, dann ist es doch ein schöner Erfolg. Zumal so mancher Teilnehmer des Turniers Spaß an der Sache findet und der Abteilung beitritt. Für Permoser ist daher klar: „Einer wie Peter Wright popularisiert und das tut dem Dart-Sport gut.“
Die Dart-Abteilung im 1. Billard- und Steeldartverein Rosenheim gibt es seit Mai 2016. Fünf Aktive hatten sich damals zusammengetan. Und bereits im September des selben Jahres spielten die „Dart Devils Rosenheim“ ihre erste Saison in der Bezirksliga. Das bislang größte Turnier war, im Mai 2018, die Steeldart-Stadtmeisterschaft mit 96 Teilnehmern. bw