Hilfe für die Stadtgesellschaft

von Redaktion

Michael Hartinger gründet Stiftung

Rosenheim – Michael Hartinger fühlt sich den Menschen in der Stadt verpflichtet. Das gesellschaftliche Leben positiv zu beeinflussen, hat er sich zur Aufgabe gemacht. Und deshalb eine Stiftung gegründet, die die Regierung von Oberbayern jetzt staatlich anerkannt hat.

Michael Hartinger (46) ist geschäftsführender Gesellschafter der „Hartinger Unternehmensgruppe“ in Rosenheim. Ein Family-Office, das auf dem Immobilienmarkt tätig ist. Bis Ende des Jahres sei die Erweiterung des Portfolios auf mehr als 150 Millionen Euro geplant, teilt das Unternehmen mit.

Wie hoch der Grundstock der „Familie Hartinger – Heimatstiftung“ ist, möchte Hartinger nicht sagen. Grundsätzlich gilt: Der Grundstock einer Stiftung besteht aus einer bestimmten Summe, die auf Dauer erhalten wird. Es sind die Erträge aus diesem Vermögen, die für den Stiftungszweck verwendet werden. In der Regel sollen einer Stiftung jährliche Erträge von mindestens 2000 Euro zur Verfügung stehen, meldet die Regierung von Oberbayern. Die Familie Hartinger will diese Erträge insbesondere für Projekte nutzen, die „Menschen zu einem selbstbestimmten und gesellschaftsbewussten Leben befähigen“. Konkret soll es ideelle und materielle Unterstützung geben für Angebote aus der Bildenden Kunst, aus der Musik oder auch auf wissenschaftlichem Gebiet – also etwa für die Kunst- und Musikschulen in der Stadt, aber auch in der Region. „Aktiv an der Gestaltung“ des Miteinanders in Rosenheim teilzunehmen, sei sein Ziel, schreibt Hartinger.

So bunt und vielfältig eine Gesellschaft in Stadt und Region sein kann, so breit angelegt ist letztlich der Stiftungszweck. Denn auch Bildung, Erziehung, Brauchtum und die Förderung der Denkmalpflege sowie des regionalen Sports gehören dazu. Darüber hinaus will die Stiftung all jenen Menschen helfen, die unverschuldet daran gehindert sind, sich ihres Alters gemäß zu entwickeln oder auch in Würde alt zu werden. Wichtiger Aspekt dabei: Altersarmut abzumildern.

Formell besteht die neue Stiftung aus dem Ersten Vorstand Cornelia Dettendorfer-Hartinger, der Frau von Michael Hartinger. Dem Ersten Aufsichtsrat gehören neben Michael Hartinger als Vorsitzendem auch Rolf Vingerhoets, als dessen Stellvertreter, sowie Unternehmer, CSU-Stadtrat und Oberbürgermeisterkandidat Andreas März an.

In Rosenheim gibt es derzeit 16 Stiftungen, die die Stadt verwaltet. Als selbstständige Stiftungen zählen dazu die „Bürgerheimstiftung“ und die „Kultur- und Sozialstiftung des OB der Stadt Rosenheim, Dr. Michael Stöcker“. Zu den Stiftungen unter der Trägerschaft eines Treuhänders sind die Stiftung „Vermächtnis Hubert Butsch“ und die „Kögl-Stiftung“ zu zählen. Nicht eingerechnet sind andere Stiftungen, etwa die der Kirchen. Bayernweit gibt es – nach jüngster Zählung aus dem Jahr 2018 – 4185 rechtskräftige Stiftungen. Im Regierungsbezirk Oberbayern ist die Regierung von Oberbayern für etwa 1750 Stiftungen zuständig. Jeweils nicht eingerechnet sind kirchliche Engagements.

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