Rosenheim – Vor einem Jahr sah das noch etwas anders aus. Der Winterdienst der Stadt war rund um die Uhr im Einsatz, weil in Rosenheim so viel Schnee fiel, wie schon seit Jahren nicht mehr. In diesem Jahr sind Matsch und Eis noch Mangelware.
Doch womit vertreibt sich der Winterdienst bei den milden Temperaturen eigentlich die Zeit? „Zu tun gibt es auch ohne Schnee genug“, sagt Christian Schwalm, Sprecher der Stadt Rosenheim.
Über die Jahre hat sich ein ausgeklügeltes Schicht- und Bereitschaftssystem eingespielt, um auf unterschiedliches Wetter reagieren zu können. Während einige Mitarbeiter des Baubetriebshofs Überstunden und Resturlaub abbauen, ist ein Großteil auch ohne Schnee und Eis gut beschäftigt. Aktuell werden Straßen ausgebessert und gereinigt. „Außerdem stellen die Mitarbeiter Tafeln für die Plakate der Kommunalwahlen auf“, sagt Schwalm.
Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, verfolgt die Mannschaft des Baubetriebshofs rund um die Uhr. Sollte es am Wochenende – wie angekündigt – zu einem Wintereinbruch kommen, stünden die Räumdienste mit 22 Fahrzeugen, vom Lkw bis zum Kleintraktor, bereit. Im Ernstfall sind rund 70 Mitarbeiter im Einsatz.
Priorität haben Schwalm zufolge zunächst die Ausfallstraßen und wichtige Kreuzungen, ebenso Strecken mit Steigungen. Die Räumung der Radwege und der Zugänge zu öffentlichen Gebäuden folgen danach. Für die Gehsteige sind die Grundstückseigentümer verpflichtet und müssen selbst für die Räumung sorgen.
Neu ist in diesem Winter, dass einige Gemeinden in Bayern Gurkenwasser anstatt Streusalz verwenden. Nicht so in Rosenheim: Wie auch in den vergangenen Jahren wird Natriumchloridsalz benutzt. Lieferengpässe sind laut Stadtverwaltung nicht zu erwarten, die Kommune verfüge über ausreichend Vorräte und das Produkt habe sich gut bewährt, so Schwalm,