Rosenheim/Happing – Zu Ehren des heiligen Märtyrers Sebastian, der neben der Mutter Gottes auch Schutzpatron der Gebirgsschützen ist und ebenso als „Pestpatron“ seit Jahrhunderten verehrt wird, zogen die Rosenheimer Gebirgsschützen sowie Abordnungen aus zwölf Kompanien am Festtag des Heiligen in Begleitung durch die Feuerwehr Happing in abendlicher Prozession von Happing in die Pfarr- und Wallfahrtskirche Heilig Blut. Ebenso kamen die Wallfahrer aus Pang zum „Unteren Wasen“, denn bereits um 1600 bestand in Pang eine Sebastiani-Bruderschaft „um ein seliges Ende und Abwendung aller Übel des Leibes und der Seele, besonders der verheerenden Pest“.
Schon zu einer festen Tradition ist über lange Jahre die Teilnahme von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Bürgermeister Anton Heindl und der Dritten Bürgermeisterin der Stadt, Dr. Beate Burgl an dieser Wallfahrt geworden. Stadtpfarrer Andreas Maria Zach, in Schützenmontur und der Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen Martin Haberfellner mit Mitgliedern der Landeshauptmannschaft und Gauhauptmannschaft sowie weitere Ehrengäste begleiteten die übergroße Zahl der Gebirgsschützen auf ihrem Weg. Nach Begrüßung und Segnung der Wallfahrer am Kirchenportal durch Domkapitular, Stadtpfarrer und Dekan Daniel Reichel feierte er zusammen mit Kompaniepfarrer Andreas M. Zach und Kaplan Mathias Klein-Heßling den feierlichen musikalisch beeindruckend durch Orgel und Bläsermusik umrahmten Gottesdienst.
In seiner Predigt betonte der Kaplan, dass uns auch heute noch der heilige Sebastian Vorbild sein sollte, denn so wie er damals mit Pfeilen gemartert wurde und wieder auferstand und seinen Glauben aufs neue bezeugte, so sollten wir auch heute noch uns gegen die „Marter“ unserer Zeit stellen und unseren Glauben bezeugen. Wie es sich bei einer bayerischen Wallfahrt gehört, kehrten die Gläubigen noch beim Wirt in Happing ein, um so auch auf diese Weise des Heiligen zu gedenken und den vielen anwesenden „Wastn“ zum Namenstag zu gratulieren.