Wendelstein-Werkstätten planen Neubau

von Redaktion

Gebäude soll Am Oberfeld entstehen – Heute Abend Beratung im Ausschuss

Rosenheim – Die Caritas Wendelstein Werkstätten planen einen Neubau in Rosenheim. Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung soll auf dem Grundstück Am Oberfeld 13 entstehen. Über den Bauantrag beraten heute Abend die Stadträte im Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss.

120 Arbeitsplätze
und eine Förderstätte

Die Planung sieht eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfBM) mit 120 Plätzen sowie eine Förderstätte mit 24 Plätzen vor. Mit dem neuen Gebäude soll unter anderem der Wegfall der Plätze in der Einrichtung kompensiert werden, die im Jahr 2014 an der Straße Am Mitterfeld geschlossen worden war, aufgrund von technischen und brandschutzrechtlichen Mängeln. 50 der 120 geplanten Plätze entstehen tatsächlich neu. Derzeit bieten die Caritas Wendelstein Werkstätten insgesamt 620 Plätze an. 60 davon in der Förderstätte, 80 auf sogenannten Außenarbeitsplätzen. Alle weiteren sind verteilt auf die beiden Rosenheimer Werke am Aicherpark und in Hochgernstraße sowie auf das Werk in Raubling.

Seit dem Jahr 2010 sei man auf der Suche nach einem neuen Standort in Rosenheim gewesen, sagt Martin Zosseder, der Leiter der Caritas Wendelstein Werkstätten. Das Grundstück Am Oberfeld habe ein Rosenheimer Unternehmer zur Verfügung gestellt, man werde es pachten. Der Standort sei optimal, sagt Zosseder, liege er doch in der Mitte zwischen Raubling und dem Werk an der Hochgernstraße. Geplant ist, die neue Werkstatt im Jahr 2022 in Betrieb zu nehmen. Im neuen Gebäude soll, neben den Arbeitsplätzen und der Förderstätte, auch die Aktenvernichtung Platz finden, die derzeit im Haus an der Hochgernstraße untergebracht ist. Außerdem wird Raum sein für die zentrale Verwaltung aller Standorte. Ein besonderes Angebot wird eine Fachabteilung für Menschen mit postnataler Hirnschädigung sein.

Grundsätzlich haben es sich die Caritas Wendelstein Werkstätten zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz zu bieten, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen können. Menschen, deren Behinderung so schwerwiegend ist, dass sie auch in einer WfBM nicht mehr arbeiten können, finden in der Förderstätte Unterstützung.

Über den geplanten Bau beraten die Stadträte heute Abend in öffentlicher Sitzung. Beginn ist um 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses.bw

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