Abschied von einem Freund

von Redaktion

Zahlreiche Trauergäste nahmen am Gottesdienst für den ehemaligen SPD-Stadtrat und Echo-Geschäftsführer Kurt Müller teil

Rosenheim – Familie, Freunde, Kollegen, Weggefährten – sie alle waren zusammengekommen, um Abschied zu nehmen von dem am 2. Februar verstorbenen SPD-Stadtrat Kurt Müller.

„Kurt, du wirst uns fehlen.“ Mit diesen Worten sprach Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) beim Trauergottesdienst am Freitag in der Kirche St. Nikolaus vielen der Anwesenden aus der Seele.

Viele Spuren
hinterlassen

Wie berichtet war der SPD-Politiker, Verleger und Ingenieur im Alter von 76 Jahren verstorben. Stadtpfarrer Andreas Maria Zach hielt den Trauergottesdienst. „Kurt Müller hat viele sichtbare Spuren hinterlassen“, sagte Zach. Er sei ein „kommunikativer Mensch“ gewesen, immer „auf der Suche nach Begegnungen“.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sagte, Müller sei eine „Persönlichkeit mit Ecken und Kanten“ gewesen, nannte ihn einen „Kommunalpolitiker mit Vision“. Er habe gewusst, was er wollte, sei authentisch und immer präsent gewesen. Gabriele Bauer erinnerte außerdem an die vergangenen 47 Jahre, die Müller im Stadtrat für das Wohl der Stadt Rosenheim kämpfte. Der Zweite Bürgermeister der Stadt und der Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Anton Heindl, sprach von einem „besonders loyalen und ehrenhaften Gesprächspartner“. Er sei ein „couragierter Bürger“ gewesen. 13 Jahre lang war Müller als Vorsitzender des Gewerbeverbands tätig, habe sich für viele Probleme engagiert. „Er war ein Bürger unserer Stadt, wie es nur sehr wenige gibt“, sagte Heindl. SPD-Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat Robert Metzger nahm in seiner Rede Abschied von einem Freund und einer „herausragenden Persönlichkeit“.

Bereits im Alter von 19 Jahren trat Müller in die SPD ein, führte sechs Jahre lang die Stadtratsfraktion der Sozialdemokraten. Metzger bedankte sich für die vielen gemeinsamen Jahre, lobte die Spontanität und den Ideenreichtum des Verstorbenen.

Die Geschäftsführerin der Wochenzeitung „Echo“, Irmi Bauer, sprach von einem „verständnisvollen Chef mit viel Energie“ und von einem „leidenschaftlichen Zeitungsmacher“. Er sei bürgernah gewesen, habe für jeden ein offenes Ohr gehabt.

Auch die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Beate Hoyer-Radtke, fand viele liebevolle Worte für den Verstorbenen. Er sei ihr „Ratgeber und Freund“ gewesen, habe dazu beigetragen, dass die Nachbarschaftshilfe „das ist, was sie heute ist“. Mehr als 30 Jahre engagierte sich Müller als stellvertretender Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe. „Wir werden ihn nie vergessen“, sagte Hoyer-Radtke.

Emotionale Rede
über liebvollen Papa

Und auch Katharina Whetzel nahm in einer bewegenden Rede Abschied von ihrem Papa. Er habe ihr viel beigebracht, habe sie „mit seinem sozialen Engagement beeindruckt“. Sie habe das Argumentieren von ihm gelernt und sich durch ihn für die Politik interessiert.

Die Beisetzung erfolgte im Anschluss im Rosenheimer Friedhof. Anna Heise

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