Rosenheim – Die neueste Schrift des Historischen- und Heimatvereins Pang „Wasener Raritäten“ ist erschienen. In 16 Artikeln, zum Teil sehr kurz, erfährt man Neues aus der Vergangenheit des Wasen. So liest man etwas von einem Judenkind, das in der Kriegszeit in Pösling lebte. Ein Kurzbericht erinnert an die Haushälterin des königlichen Staatsministers Lutz, die aus Oberkaltbrunn stammte.
Der NS-Bürgermeister von Pang trat sein Amt 1933 an und meldete sich 1939 „freiwillig“ zum Kriegsdienst, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen.
Außerdem werden die Veränderungen in der Kirche Mariä Himmelfahrt von 1906 bis 2019 dokumentiert. Die Visitationsberichte von 1560 zeigen in knapper Form die kirchlichen Zustände des Wasen von Reischenhart bis Heilig Blut.
„Skandal in Kirchdorf“ erinnert an einen „Cooperator Expositus“, der 1833/34 die Gemüter erregte. Die Panger Kirchenrechnungen von 1628 bis 1642 ermöglichen einen Blick in längst vergangene Zeit.
Um 1800 bereiste Joseph Hazzi die Gegend und veröffentlichte seine Beobachtungen. Ein ausführlicher Bericht stellt die Aisinger Kaltenfischer vor. Den Abschluss macht die örtliche Wetterstatistik mit den Mittelwerten von 1961 bis 1990 und den Mittel- und Extremwerten der Jahre 2007 bis 2018. Dieses Wasener Heimatheft 2019 kann man in der Bäckerei Mooslechner in Aising und im Panger Dorfladen erwerben.