Nachruf

von Redaktion

Rosenheim – „Er war ein Mann voller Tatendrang, einer, der nie im Mittelpunkt stehen wollte und meist hinter den Kulissen für andere agierte“, sagt Rosenheims Zweiter Bürgermeister Anton Heindl über den plötzlich im Alter von 58 Jahren verstorbenen Dr. Helmut Klarner.

Der Steuerberater, der als Mitgesellschafter in der Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei Klarner und Mauchnik tätig war, hatte sich über viele Jahre nicht nur im beruflichen, sondern auch im ehrenamtlichen Bereich in Rosenheim sehr engagiert.

Als Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Rosenheim entwarf er deren Satzung und war lange Jahre Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. „Ich habe ihn damals ins Boot geholt und ihn gebeten, die Satzung für uns zu machen. Da hat er kräftig mitgeholfen. Ich bin mir sicher, dass die Bürgerstiftung für ihn immer ein sehr zentrales Anliegen war“, sagt Karl-Heinz Brauner, Vorsitzender des Stiftungsrates.

Ein wesentlicher Zug Klarners sei gewesen, dass er ein äußerst hart arbeitender Mensch war. „Beim Sport hat er sich gern ans Limit gebracht. Er war außerdem unwahrscheinlich belesen und literarisch. Klarner mochte Sachbücher, kunsthistorische Bücher und war ein begeisterter Musikliebhaber. Er und seine Frau waren bei jedem Meisterkonzert im Kuko dabei.“

Kunst und Sport

seine Steckenpferde

Laut Brauner hatte Helmut Klarner sogar jahrelang die Idee, in Kunstgeschichte, die er auch studiert hatte, zu promovieren. „Er war sehr an der Kunst interessiert, sein Drang zur Modernen war besonders groß. Oft war er in Leipzig und hatte dort Kontakt zu einer modernen Kunstgruppe. Sein Tod ist ein Desaster für uns als Bürgerstiftung.“ Zudem war er Vizepräsident Finanzen des Verbandes Snowboard Germany.

„Mit seinem Engagement und enormen Fachwissen hat er Snowboard Germany in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt“, resümiert Professor Hanns-Michael Hölz, Präsident des Verbandes. „Er hat stets kreativ und lösungsorientiert agiert – ohne dabei die Menschen und Sportler aus dem Auge zu verlieren. Er war ein Sportsmann.“

Dass Sport auch in seinem Privatleben eine große Rolle gespielt hat, bestätigt Klarners Arbeitskollegin Sabrina Blum. „Er war sehr viel mit dem Mountainbike und Rennrad unterwegs. Das war seine größte Leidenschaft. Immer hatte er auch ein offenes Ohr für jeden und hat versucht, eine Lösung zu finden, egal in welcher Lage.“ Klarners Kollegen in der Kanzlei stellen sein ausgeprägtes soziales Verantwortungsgefühl sowie seine gütige Art heraus. Klarner war außerdem Mitglied des Beirats des Freundeskreises Lokschuppen und lange Zeit Schatzmeister des Historischen Vereins Rosenheim sowie bei Pro Arbeit.

Anton Heindl schätzte vor allem die ehrliche Persönlichkeit des verstorbenen Steuerberaters. „Er war einer, mit dem man sich immer gut austauschen konnte. Eine Persönlichkeit mit Humor.“

Alexandra Schöne

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