Kampfhunde, Joints und Handgemenge

von Redaktion

Ehrenamtliche der Rosenheimer Sicherheitswacht leisteten 2019 3000 Stunden Arbeit

Rosenheim – Unter dem offiziellen Motto „Die Bewahrung der inneren Sicherheit erfordert die Mitverantwortung, das Engagement und die Mithilfe der Bürger“ sind im vergangenen Jahr 19 ehrenamtliche Mitglieder der Rosenheimer Sicherheitswacht unterwegs gewesen, darunter fünf Frauen und 14 Männer.

Meistens dauerten die Streifengänge der Wacht zwei bis vier Stunden. Dabei wurde sie nicht nur bei großen Veranstaltungen wie dem Herbstfest oder dem Christkindlmarkt eingesetzt, sondern auch bei kleineren Ereignissen.

Weniger
Sicherheitsstörungen

Eine größere Herausforderung stellte laut der Rosenheimer Sicherheitswacht die Durchsetzung der Einhaltung der Stadtsatzung dar, insbesondere des Alkoholkonsumverbots. Im Sommer war es im Salingarten zu mehreren Sicherheitsstörungen gekommen. Nach Kontrollmaßnahmen der Polizei mit der Unterstützung der Sicherheitswacht wurden durch die Stadt Rosenheim Betretungsverbote für mehrere Personen ausgesprochen. Sicherheits- und Ordnungsstörungen gingen danach merklich zurück, so die Verantwortlichen der Sicherheitswacht.

Das Jahr 2019 hielt für die Ehrenamtlichen einiges bereit. Im Januar wurde ein 33-Jähriger mit einem Kampfhund angetroffen, er wurde von einem Diensthundeführer belehrt und mit einem Bußgeld abgestraft. Im darauffolgenden Monat beobachtete eine Streife der Wacht einen 33-jährigen Mann, der mit einen großen Hammer in der Hand eine Frau verfolgte. Als er angesprochen wurde, warf er sich auf den Boden und bat die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Sache nicht weiter zu verfolgen, da er gerade von seiner Probearbeit käme. Und um den möglichen neuen Job fürchtete.

Ein Drogendealer konnte im März von der Polizei nach Eingreifen der Sicherheitswacht festgenommen werden. Der 28-Jährige wurde auf einem Parkplatz in der Wittelsbacher Straße beobachtet und flüchtete zunächst in seinem Pkw.

Im April beleidigte ein aggressiver Autofahrer während eines kurzen Staus in der Münchner Straße andere Verkehrsteilnehmer. Er erhielt eine Anzeige wegen Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr. Als Zeuge zum Tathergang fungierte die Sicherheitswacht, nachdem es im Salingarten wegen einer beschädigten Sonnenbrille zu einem Handgemenge kam.

Im Juni und Juli kam es zu zwei Vorfällen mit Marihuana. Die Wacht traf im Luitpoldpark sowie auf der Wiese vor dem Stadtarchiv junge Männer an, die Joints rauchten. Es folgte eine Strafanzeige und ein Strafverfahren. Zur Herbstfestzeit im August wurden mehrere Personen mit Masskrügen rund um die Loretowiese angetroffen. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Diebstahls ein.

Im Oktober wurde ein Fahrer ohne Helm auf einem Kleinkraftrad ohne Kennzeichen angehalten, der über ein Promille Alkohol im Blut hatte.

Zwei Promille
Alkohol im Blut

Dass gegen einen 75-jährigen Rosenheimer ein Haftbefehl vorlag, konnte im November festgestellt werden. Die Sicherheitswacht wurde von Passanten um Hilfe gebeten, da der Mann kurz davor war, zu randalieren. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, da er eine bereits bestehende Geldstrafe nicht zahlen konnte.

Im letzten Monat des Jahres trafen die Ehrenamtlichen einen mit über zwei Promille alkoholisierten Mann in der Straße Am Nörreut an. Da er sich nicht mehr auskannte, nahm ihn die gerufene Polizeistreife auf die Dienststelle mit.

Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen über 3000 Stunden ab. asc

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