Rosenheim – Mit der Bürgermedaille in Gold endet für Anton Heindl (CSU) die politische Karriere in Rosenheim. Der 72-Jährige zieht sich auf eigenen Wunsch ins Private zurück. Und erntet am Ende seiner 18-jährigen Amtszeit als Zweiter Bürgermeister und langjähriger Stadtrat stehenden Applaus.
Heindl ist zu Tränen gerührt, als er die Bürgermedaille in Gold überreicht bekommt. Andreas März (CSU), gerade zum Oberbürgermeister vereidigt, dankt ihm für seine Verdienste. Heindl, bekannt für meist lange Reden, sagt, er wolle einfach nur Danke sagen für eine Zeit, in der er „sehr viel gelernt“ habe. In der es „eine Ehre“ für ihn gewesen sei, sich für die Stadt einzusetzen. „Ich habe es sehr gerne gemacht. Ich habe meine Pflicht getan.“ Nun beginne eine andere Zeit, er wolle Platz machen für die Jungen. „Ich werde Euch vermissen. Ich bin stolz, ein Rosenheimer zu sein“, sagt er am Schluss.
Mit Anton Heindl gibt Dr. Beate Burkl (FW/UP) ihr Amt als Dritte Bürgermeisterin ab. Im Jahr 2013 hatte sie es übernommen, erhält die Auszeichnung jetzt aber auch für ihr „beispielhaftes Engagement“ in Sachen Fair Trade und in vielen anderen Bereichen der Stadtgesellschaft. „Sie haben sich verdient gemacht um das Wohl der Stadt“, sagt März in seiner Laudatio. Burkl (72) wird die Fraktion der FW/UP weiterhin im Stadtrat vertreten. „Ich werde der Stadt nicht verloren gehen“, sagt sie und freut sich über die Auszeichnung.
Ebenfalls die Verdienstmedaille der Stadt Rosenheim erhält an diesem Abend im Kultur- und Kongresszentrum der Allgemeinarzt Dr. Fritz Ihler, der für die SPD im Stadtrat sitzt. Mehrfach schon hat sich der 68-Jährige als Arzt im Bereich Gesundheit um die Stadt verdient gemacht. Während der Corona-Krise ist er derzeit als Versorgungsarzt wichtiger Ansprechpartner und Koordinator für alle Ärzte der Stadt. Er hoffe, dass die Stadt die Krise und die „schwere Zeit“ gut hinter sich lassen könne, sagt Ihler. Stadt und Katastrophenschutz würden alles Erdenkliche dafür tun.bw