Rosenheim – Die Freibad-Saion fällt in diesem Jahr erst einmal ins Wasser. Auch in Rosenheim bleibt das Bad bis auf Weiteres geschlossen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich Badegäste per Tröpfcheninfektion mit dem Coronavirus anstecken könnten. Außerdem will sich die Stadt an die Anordnung der Bayerischen Staatsregierung halten. Sie hat am 17. März die Schließung aller Bäder angeordnet.
Für Oberbürgermeister Andreas März (CSU) gibt es in dieser Frage offensichtlich keinerlei Spielraum: Eine Stadt, die als Corona-Hotspot gelte, könne sich keine kommunalen Ausnahmeregelungen leisten, sagte er während der konstituierenden Sitzung auf eine entsprechende Anfrage. Die Gefahr einer Infektion im Freibad ist vor allem in den Duschen und Umkleiden groß. Den Infektionsschutz zu erhöhen, etwa in den Duschen, sei nicht möglich, teilen die Stadtwerke Rosenheim mit. Wann, in welchem Umfang und unter welchen Auflagen das Freibad und auch das Hallenbad wieder geöffnet werden dürfen, liegt in Händen der Bayerischen Staatsregierung. Aussagen dazu gibt es bisher nicht. Und so heißt es für das Schwimmbad-Personal erst einmal abwarten. Man sei „einsatzbereit“, melden die Stadtwerke. Das Freibad sei für den Saisonstart hergerichtet. Im Hallenbad habe man eine Revision vorgezogen und alles für den Betrieb vorbereitet. Sobald es erlaubt sei, die Bäder zu öffnen, könnten diese mit einer Vorlaufzeit von drei Tagen geöffnet werden. Dieser Vorlauf sei nötig, um die Becken zu beheizen, teilen die Stadtwerke Rosenheim mit.
Wie die Stadt mitteilt, bleiben auch der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen untersagt. Dies gilt für die städtischen Sporthallen und das Rofa-Stadion. Ebenso wie für die Freisportanlage an der Luitpold-Halle, den Kunstrasenplatz an der Jahnstraße sowie die städtischen Bolzplätze. bw