Rosenheim – Schwalben haben offensichtlich in der Rosenheimer Innenstadt kein leichtes Leben. Das teilt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit. Und berichtet davon, dass es dort, rund um den Max-Josefs-Platz, Rauchschwalben gibt, die dem Landesbund als „ornithologische Rarität“ gelten. Seit Generationen lebten die Vögel dort in der Rosenheimer Fußgängerzone. Nach Angaben der Vogelschützer sind während des Winters an einigen Häusern die Nester der Rauchschwalben entfernt worden. Außerdem habe so mancher Hausbesitzer „Maßnahmen getroffen“, um an gleicher Stelle einen Neubau der Nester zu verhindern. Zwar seien in der Vergangenheit durchaus auch künstliche Nisthilfen angebracht worden. Es sei aber „keinesfalls gesichert, dass die Vögel dieses Angebot auch annehmen“, teilt der LBV mit. Eine Umsiedlung der Rauchschwalben sei „nur mit Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Naturschutzbehörde erlaubt. Schwalbennester seien gesetzlich geschützt, wer sie zerstöre, mache sich strafbar, mahnt der LBV. Hintergrund ist, dass der Bestand der Rauchschwalben in Bayern seit Jahren rückläufig ist. Der Landesbund für Vogelschutz engagiert sich daher für ihren Schutz und bietet Hauseigentümern Beratungen an. Ziel soll es sein, gemeinsam Lösungen zu finden, damit die Vögel überleben können. Rauchschwalben sind Zugvögel. Den Winter verbringen sie in Mittel- und Südafrika.