Rosenheim – Der öffentliche Busverkehr in Rosenheim bekommt einen neuen Fahrplan. Die Folgen der Corona-Krise sowie die Anforderungen des fortgeschriebenen Nahverkehrsplans machen diesen Schritt notwendig. Wann der neue Fahrplan vorliegen und wie er ausgestaltet sein wird, ist im Moment offen.
Derzeit arbeiten Vertreter des „Stadtverkehr Rosenheim GmbH“ (SVR) und der Aufgabenträger, die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RVG), an dem neuen Konzept, meldet Ingmar Töppel, der Geschäftsführer der SVR. Ziel soll es sein, möglichst schnell auf ein neues Liniensystem umzustellen. Ziel ist es, den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver in den Verbindungen und im Takt zu machen. Zugleich muss man aber auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die Fahrgastzahlen mit der Corona-Krise dramatisch eingebrochen sind. „Weder die Stadt noch wir können uns den vollen Fahrplan leisten“, sagt Töppel. Die Lage sei nach wie vor „katastrophal“. Und Töppel rechnet auch nicht damit, dass sich dies so schnell ändern wird. Im Gegenteil: Schichtunterricht an Schulen, Entlassungen, Kurzarbeit und die Entdeckung der Arbeit im Homeoffice führen nach seiner Ansicht zu einem grundlegenden Umdenken in der Nutzung von Verkehrsmitteln. „Die Welt hat sich verändert und wir müssen nachziehen“, sagt er.
Derzeit werde das SVR-Angebot nur von zehn Prozent der bisherigen Fahrgäste genutzt, teilt Töppel mit. Auch der Schüler- und Einkaufsverkehr laufe „nur sehr schleppend“. Pro Woche gebe es etwa 150 Fahrgäste pro Tag mehr. Wenn sich dies gleichbleibend entwickle, seien erst im Jahr 2022 die Fahrgastzahlen erreicht, die der SVR vor Corona zählen konnte.
Wie berichtet hat der Stadtverkehr Rosenheim vor einiger Zeit auf einen Notfahrplan umgestellt, um die wirtschaftliche Existenz zu retten. Der SVR läuft eigenwirtschaftlich.bw