Leserforum

Vom Stadtleben ausgeschlossen

von Redaktion

Zum Bericht „Hier hält kein Bus mehr“ – ÖPNV in der Stadt Rosenheim, erschienen im Lokalteil:

Jetzt, da ich als Großvater meine zwei Enkelkinder, Kindergarten und erste Klasse, endlich wieder betreuen und besuchen darf, musste ich feststellen, dass die Fahrt der Linie 5 vom Bahnhof Rosenheim nach Pfaffenhofen ersatzlos gestrichen wurde.

Um meine Enkelkinder vom Kiga und vom Schulbus abholen zu können, ist diese Kappung einer Busverbindung besonders ärgerlich und stellt eine grobe Zumutung dar. Sie ist auch nicht mit Corona-Schutzmaßnahmen zu rechtfertigen.

Die getroffenen Corona-Maßnahmen für, oder korrekter, gegen Kinder und Familien, belasten den Familienalltag schon genügend und erschweren eine vernünftige Organisation und Betreuung der Kinder. Zumal meine Tochter und mein Schwiegersohn in sogenannten systemrelevanten Berufen (Krankenhaus/ Schule) tätig sind.

In Rosenheim und Umgebung lässt es sich ja sonst recht gut leben. Der ÖPNV und dessen Angebot, Struktur, Service ist jedoch ein Armutszeugnis besonderer Güte für die Stadt und den Landkreis! Den zuständigen Stadt- und Landkreispolitikern ist daher zu empfehlen, das ÖPNV-Angebot umliegender Städte wie Salzburg, Kufstein, oder dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) zur Kenntnis zu nehmen.

Der MVV hat übrigens in den letzten Wochen keine Tram oder Busverbindungen ersatzlos gestrichen. Mit etwas Aufgeschlossenheit könnten damit eigene Leer- und Fehlstellen im Rosenheimer ÖPNV gefüllt werden.

Hans Joachim Proft

München

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