Bolzplatz darf bleiben

von Redaktion

Stadt legt neuen Plan für Container am Kindergarten „Stadtmäuse“ vor

Rosenheim –Gute Nachrichten gibt es für alle Buben und Mädchen, die gerne auf dem Bolzplatz an der Zinnkopfstraße in Rosenheim spielen. Er bleibt erhalten und muss nicht einem Container weichen, in dem 25 Kindergartenkinder untergebracht sind. Dies teilte Oberbürgermeister Andreas März (CSU) während der jüngsten Stadtratssitzung mit. Die Stadträte sind froh über diese Entwicklung und stimmten fraktionsübergreifend zu.

Weil 100 Kindergartenplätze fehlen, will die Stadt unter anderem drei Container mit Platz für je 25 Schützlinge aufstellen. Ein Container soll auf dem Gelände neben dem Kindergarten „Stadtmäuse“ Platz finden. Zunächst war die Verwaltung davon ausgegangen, dass dafür der Bolzplatz weichen muss. Doch nun ist eine andere Lösung gefunden. Es sei möglich, den Container unterzubringen und den Platz zu retten, sagte März. Allerdings müssen dafür einige Bäume gefällt werden. Ziel sei es aber, diese durch Sträucher zu ersetzen. Die Kosten für dieses Vorhaben liegen bei etwa 55000 Euro. Eine Stange Geld in einer Zeit, in der in Rosenheim eine Haushaltssperre gilt.

Doch den Stadträten ist der Erhalt des Bolzplatzes wichtig. Auf Anregung von CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Bergmüller, hatte die Verwaltung geprüft, ob der Container aufgestellt werden kann, ohne die Freispielfläche zu verlieren. Bergmüller und auch einige seiner Stadtratskollegen hatten betont, wie wichtig der Bolzplatz in diesem „sozial angespannten“ Viertel sei. Entsprechend einhellig war dann auch die Freude darüber, dass eine Lösung gefunden ist.

Was aber bleibt, ist die Aufforderung an die Stadt, einen Bedarfsplan vorzulegen, um in Zukunft frühzeitig klären zu können, wie viele Kindergartenplätze in der Stadt gebraucht werden. Denn das Aufstellen von Containern, auch darin sind sich die Rosenheimer Stadträte einig, ist zwar zweckmäßig, bleibt aber immer ein Provisorium. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Abuzar Erdogan und Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann (CSU) mahnten ganzheitliche Überlegungen an, die die Bevölkerungszunahme ebenso im Blick haben wie die daran gekoppelte Entwicklung von Schulen, Kitas und Familienzentren, die Artmann ins Spiel brachte.

Oberbürgermeister März teilt die Meinung der Stadträte darüber. Die Bedarfsplanung sei in Auftrag gegeben, aber noch nicht fertig. Sie soll bis zur nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung vorliegen. März warnte jedoch schon jetzt, dass die dann notwendigen Schritte „gravierende finanziellen Folgen“ haben werden. März regte zudem eine Klausur aller Stadträte zum Thema an.bw

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