Prien – Zehn hochmoderne Pflegebetten und zwei Gästebetten werden im stationären Chiemseehospiz in Bernau zur Verfügung stehen. Sie alle können mit dem Geld angeschafft werden, das jetzt der Rotary Club Rosenheim für die Einrichtung gespendet hat.
Symbolischer
Scheck
Auf der Baustelle übergaben Clubpräsident Guido Pfeiffer, sein Vorgänger, Past-Präsident Peter Nickl, und Mitglied Beate Albrecht einen symbolischen Scheck an den früheren Landtagspräsidenten Alois Glück, der Vorsitzender des Fördervereins ist, und Günther Pfaffeneder. Der ehemalige Vorstand der Romed-Kliniken ist Vorstandsvorsitzender des gemeinsamen Kommunalunternehmens der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land, die als gemeinsamer Träger des Chiemseehospiz dort Platz für Bürger aus ihren Einzugsbereichen schaffen. Die Bettenzahl ergibt sich aus der Einwohnerzahl, pro 60000 Menschen im Einzugsgebiet wird ein Hospiz-Platz vorgehalten.
Glück, der als Vorsitzender des Netzwerks Hospiz im Kreis Traunstein maßgeblich die Weichen für den Zusammenschluss aller Beteiligten gestellt hatte, dankte den Rotariern mit einem „ganz herzlichen Vergelt´s Gott“. Durch eine solche Spende werde das gemeinsame Anliegen auch einmal mehr ins Bewusstsein gerückt, sagte Glück bei einem Rundgang durch die Baustelle an der Baumannstraße.
Bernau sei der ideale Standort, weil Angehörige von Patienten aus allen Richtungen die gleich kurzen Anfahrtswege hätten, so der CSU-Politiker. Glück, der in Hörzing bei Traunreut lebt, gilt als Vordenker der Hospizbewegung, die für ihn heutzutage ein Stück Daseinsvorsorge ist, wie er bei der Spendenübergabe hervorhob.
Pfeiffer, Nickl und Albrecht zeigten sich angetan von den großzügigen Räumlichkeiten, die Sterbenden für ihre letzte Zeit auf Erden zur Verfügung stehen werden. Albrecht hatte im Vorfeld die Kontakte für die finanzielle Unterstützung geknüpft, weil ihr Unternehmen, das orthopädische Hilfsmittel herstellt, von Stephanskirchen in einen Neubau an der Chiemseestraße in Bernau umgezogen war.
Über 20 Stellen für
Drei-Schicht-Betrieb
Pfaffeneder zufolge ist ein Teil des Personals für das Chiemseehospiz bereits eingestellt worden. Im Chiemseehospiz entstehen gut 20 Vollzeitstellen für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Patienten im Drei-Schicht-Betrieb.
Die Leser der OVB-Heimatzeitungen hatten das Projekt Chiemseehospiz in der Weihnachtsspendenaktion 2017 mit rund 600000 Euro unterstützt. Dirk Breitfuß