Rosenheim – Der städtische Friedhof soll verschönert werden. Neu ist diese Idee nicht. Bereits in der Vergangenheit wurde der Zustand des Friedhofes mehrfach in den Ausschüssen diskutiert. Unter anderem kürzlich, als über alternative Bestattungsformen beraten wurde. Jetzt schaffte es das Thema erneut auf die Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Anlass war ein Antrag der CSU, in dem die Fraktion die Verwaltung aufforderte, die Grünpflege des Friedhofs zu intensivieren, ohne dabei die Grabnutzungsgebühren zu erhöhen. Ziel sei es, so heißt es in dem Antrag, das Erscheinungsbild des Friedhofes „in Richtung einer gepflegten Parkanlage“ zu verbessern. Eine Intensivierung der Pflege sei notwendig, da es aufgrund der veränderten Bestattungsgewohnheiten immer mehr freie Flächen gebe. So nähmen unter anderem die Zahl und der Anteil der Urnenbestattungen kontinuierlich zu. Zudem würden Rosenheimer Bürger – teils aus Kostengründen, teils aufgrund neuartiger Friedhofskonzepte – immer öfter auf Friedhöfen im Rosenheimer Umland bestattet, heißt es in dem CSU-Antrag.
Die zunehmenden Freiflächen müssten jetzt gepflegt werden. 25 Prozent der dadurch anfallenden Kosten sollten, so heißt es in dem Antrag, von der Stadt getragen werden.
Die Stadtverwaltung vermutet einen Anstieg der Kosten von 243000 Euro auf 325000 Euro. Demnach müssten rund 81000 Euro aus den Haushaltsmitteln finanziert werden. Angesichts der angespannten Finanzsituation keine leichte Entscheidung. Die Stadträte jedoch stimmten dem Antrag einstimmig zu. Stadtrat Daniel Artmann (CSU) sprach von einem „vernünftigen Kompromiss“. Oberbürgermeister Andreas März (CSU) sagte, Ziel sei es, den Friedhof ansehnlicher zu machen und ihn in einen „parkähnlichen Zustand“ zu bringen. „Wir müssen eine Aufenthaltsqualität für die Besucher schaffen“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler/UP, Robert Multrus. Franz Opperer, der Fraktionsvorsitzende der Grünen, sagte, man müsse außerdem die Biodiversität steigern. Generell befürworte er aber den CSU-Antrag, auch weil er „in die richtige Richtung geht“.
Sein Fraktionskollege Franz Lukas (Grüne) sagte, dass der städtische Friedhof „keineswegs unansehnlich“ ist. Er regte an, statt „sterilen englischen Rasen auch auf Blumenwiesen“ zu setzen. hei