Zum Bericht „Neues Wohngebiet in Oberwöhr“, erschienen im Lokalteil:
Als ich den Artikel im OVB gelesen habe, war ich zuerst verwundert und dann schockiert. Eine derartig massive Bebauung auf einem Grundstück, das angeblich nie bebaut werden soll? Die Nichtbebauung verbuche ich mal unter „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, aber gleich 165 Wohnungen? Oberwöhr ist ein homogener Stadtteil mit überwiegend Reihenhäusern, Doppelhaushälften und Einfamilienhäusern. Und jetzt derartige Klötze mit vier Stockwerken in unmittelbarer Hochwasserlage? Konservativ gerechnet kann man von drei Bewohnern je Wohnung und zwei Autos ausgehen. Das bedeutet circa 500 Menschen und gut 300 Autos. Dafür ist die Infrastruktur von Oberwöhr gar nicht ausgelegt. Zur Genehmigung muss normalerweise ein Stellplatz pro Wohnung nachgewiesen werden. Wo parken die restlichen Fahrzeuge? Muss das wirklich sein? Natürlich muss das sein. Maximale Bebauung bedeutet maximalen Gewinn für den Bauträger. Der baut noch ein paar Sozialwohnungen und kann dann davon ausgehen, dass seine Anträge „wohlwollend“ geprüft werden. Der Bauträger zieht dann weiter. Die Probleme bleiben dauerhaft bei den Anwohnern. Ich möchte noch daran erinnern, dass auch die Auerbräuwiese neben der Kirche bebaut werden soll. Vermutlich will die Stadt auch hier eine Maximalbebauung durchdrücken. Na, dann gute Nacht. Es ist nachvollziehbar, dass in unserem schönen Rosenheim eine große Nachfrage nach Wohnungen herrscht. Die Lösung kann aber nicht eine derartig massive Bebauung sein, die gegen Hochwasser und Lärm rundherum geschützt werden muss und in keinster Weise zum vorhandenen Bestand passt. Da muss es doch eine bessere Lösung geben.
Andreas Haidacher
Rosenheim