Rosenheim – Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Rosenheimer Innenstadt nach den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie mit einer Veranstaltungsreihe zu beleben. Die aktuellen Corona-Infektionsschutzmaßnahmen sollen dabei selbstverständlich eingehalten werden, heißt es in der Pressemitteilung. Als Veranstalter fungiert die Landesgartenschau Rosenheim 2010 GmbH. Diese städtische Konzerntochter richtet auch das Rosenheimer Sommerfestival aus, das heuer coronabedingt allerdings ausfallen muss. Derzeit arbeiten Schaustellerverband, City Management, Kulturforum und die Stadtverwaltung an einem Programm, das die Menschen wieder unbeschwert in der Innenstadt zusammenbringen und gleichzeitig Schausteller, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie den Einzelhandel unterstützen soll (wir berichteten). Veranstaltungszeitraum ist vom 18. Juli bis zum 6. September 2020.
Fahrgeschäfte ab
Freitag, 7. August
Im gesamten Zeitraum laufen die Projekte „Innenstadtbelebung“ mit verschiedenen kulturellen Aktionen im gesamten Stadtgebiet und „Stadtmöblierung“, bei der bis zu 500 Stühle und Sitzgelegenheiten installiert werden. Dazu kommen ab Freitag, 7. August, die Angebote des Schaustellerverbandes mit Fahrgeschäften und Gastronomie, bevor Ende August ein Street-Art-Festival geplant ist. Für die Durchführung der gesamten Veranstaltungsreihe und die damit verbundene Unterstützung heimischer Künstler stellt die Stadt Rosenheim insgesamt 200000 Euro zur Verfügung. Wie das Programm im Detail aussieht, wird derzeit erarbeitet und soll in der kommenden Woche im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden.
Im Stadtrat selbst lobte Oberbürgermeister Andreas März (CSU) die „gute, parteiübergreifende Zusammenarbeit“. Auch der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler/UP, Robert Multrus, sprach seine Hochachtung aus, sagte, man sei „auf einem guten Weg“. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Peter Rutz, regte an, das Konzept als Startschuss zu sehen, sagte, dass eine „Fortführung sinnvoll sei“.
Für Einbeziehung
von Stadtteilen
„Ich sperre mich nicht gegen eine Fortführung, will aber im Moment keine leeren Versprechen machen“, erwiderte März. Stadtrat Josef Gasteiger gab zu bedenken, dass auch die Stadtteile in die Planungen miteinbezogen werden sollten. Eine Meinung, die auch Stadträtin Judith Kley-Stephan (Grüne) teilte.
Lars Blumenhofer (FDP) begrüßte das Konzept, nannte es ein gutes Beispiel, wie man aus „einer Krise einen Gewinn macht“.