Rosenheim – Sechs Syrer mussten auf Anweisung der Bundespolizei am Dienstag in Rosenheim ihre Zugreise beenden. Sie waren in einem Eurocity von Bologna nach München unterwegs. Einer der Syrer wird beschuldigt, als Schleuser tätig gewesen zu sein.
Bei Grenzkontrollen im Zug konnten sich laut Bundespolizei zunächst zwei Männer nicht mit den erforderlichen Papieren ausweisen. Nach eigenen Angaben stammen sie ursprünglich aus Syrien. Im selben Zugabteil saß ein weiterer Syrer, der den mitgeführten Unterlagen zufolge bereits in Österreich als Asylbewerber registriert ist. Der 37-Jährige erklärte, dass er die beiden Landsleute rein zufällig in einem Bahnhof getroffen habe. Er verstrickte sich im Verlauf der Befragung allerdings immer weiter in Widersprüche.
Als mutmaßlicher Organisator der Zugfahrt wurde er wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern festgenommen. In einem anderen Abteil desselben Zuges kontrollierten die Bundespolizisten drei weitere Syrer, die aber bereits in Italien Asyl beantragt hatten.