Rosenheim – Die Sommerferien sind gerettet: Der Rosenheimer Stadtjugendring trotzt in Zusammenarbeit mit der katholischen Jugendstelle und der evangelischen Gemeindejugend der Corona-Krise und stellt ein buntes Ferienprogramm auf die Beine. Ein Ausblick.
Beginn
am Montag, 27. Juli
Der Ablauf steht, das Hygienekonzept ist erstellt und die ersten Anmeldungen sind bereits eingegangen: Am Montag, 27. Juli, beginnt das Ferienprogramm des Stadtjugendrings. „Unser Ziel war es von Anfang an, den Kindern die Ferien zu verschönern“, sagt Markus Bundil vom Stadtjugendring. Doch das sei aufgrund der Corona-Krise gar nicht so einfach gewesen. Während in den vergangenen Jahren alle Angebote unter dem Motto „Ferien mit Freiheit“ standen, gab es heuer ein Umdenken. „Wir mussten unsere ganze Philosophie umwerfen“, sagt seine Kollegin Isabelle Schweier.
Drei Wochen
Vorbereitungszeit
Und das, obwohl das Ferienprogramm eigentlich schon stand. 2000 Hefte waren gedruckt mit Tipps und einer Übersicht mit Angeboten in der Region. Doch dann kam Corona und die Hefte landeten im Altpapier – gemeinsam mit der monatelangen harten Arbeit. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, schmiedeten die Mitarbeiter neue Pläne. Innerhalb von nur drei Wochen entstand so ein komplett überarbeitetes Ferienprogramm, das an drei Standorten in Rosenheim stattfinden soll.
Im Stadtjugendring im Lokschuppen soll gebastelt und gespielt werden. Außerdem gibt es dort unter anderem einen Hip-Hop-Kurs, einen Theaterkurs, eine Baumführung, organisiert vom Bund Naturschutz, eine Stadtrallye, einen Drechsel-Workshop sowie Ausflüge zur Bowlingbahn und zur Minigolfanlage.
Auf dem Jugendfreizeitgelände am Happinger See findet – wie bereits in den vergangenen Jahren – ein Zirkusworkshop statt. Aufgrund der Hygienevorschriften wird es in diesem Jahr aber keine gemeinsame Aufführung geben.
Ebenfalls ein buntes Programm gibt es am Aktivspielplatz Hüttenstadt. Hier steht alles unter dem Motto „Back to the roots“ (Zurück zu den Wurzeln). Die Kinder können laut Bundil Hütten bauen, schreinern und mit Holz arbeiten. Außerdem gibt es Lagerfeuer und eine Kräuterwanderung. Auch besteht die Möglichkeit, mit der Football-Mannschaft „Rosenheim Rebels“ zu trainieren.
Doch so vielfältig das Programm auch ist. Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise gibt es trotzdem. „Die ließen sich nicht vermeiden“, sagt Bundil. So werden in diesem Jahr statt den 200 Plätzen nur 169 angeboten. Die Kinder müssen sich selber um die Versorgung kümmern. Pinsel und Bastelutensilien dürfen nur von einem Kind benutzt werden und müssen anschließend in ein Desinfektionsbad. Das Gleiche gilt für die Billardschläger. Auch müssen Tische und Stühle nach jedem Workshop desinfiziert werden. Für die Mitarbeiter des Stadtjugendrings ein zusätzlicher Aufwand.
Mit Blick auf
weitere Lockerungen
Den sie, glaubt man Schweier und Bundil, gern in Kauf nehmen. Man sei stolz auf das Erreichte, schon jetzt mache sich bei allen die Vorfreude breit.
Und trotzdem behalten die Mitarbeiter die Meldungen rund um das Coronavirus ganz genau im Auge. Sie freuen sich über die zusätzlichen Lockerungen, bangen aber auch vor erneuten Beschränkungen und dem daraus resultierenden Programmänderungen.
Doch die Sorgen scheinen unbegründet – jedenfalls bis jetzt. Läuft tatsächlich alles nach Plan, findet das Ferienprogramm des Stadtjugendrings von Montag, 27. Juli, bis Freitag, 14. August, statt, jeweils von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr.