Gestärkt durch die Corona-Krise

von Redaktion

Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium verabschiedet seine 75 Abiturienten – Viermal Traumnote 1,0

Rosenheim – „A million dreams“ – Wer denkt nicht gerne daran zurück, welche Träume man als junger Mensch in sich trägt, wenn einem die Welt offensteht und die Freiheit eines selbstgestalteten Lebens winkt? Somit brachte der Beginn der Abiturfeier am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium die Emotionen der Abiturienten auf den Punkt, als der Finsterwalder Virtual Choir (FVC) mit diesem Song der Sängerin Pink die feierliche Veranstaltung einleitete. Wegen der coronabedingten Maßgaben für Veranstaltungen wurden die Abiturzeugnisse heuer in gleich zwei Feiern überreicht, sodass auch die Eltern an diesem wichtigen Schritt ins Erwachsenenleben teilnehmen konnten.

„Gerade in diesem Jahr, in dem vieles anders lief, als es sich mancher erhofft hatte, dürfen die Schülerinnen und Schüler stolz auf ihren Schulabschluss sein“, betonte Schulleiterin Brigitte Würth. Mit einem Blick in die Zukunft forderte die Schulleiterin die Abiturienten auf, den Gedanken der Gemeinschaft auch nach der Schulzeit nicht aus den Augen zu verlieren. Ob Klimawandel, soziale oder ökonomische Herausforderungen – stets seien kreative und innovative Lösungen gefordert, die nur im Zusammenwirken und globaler Vernetzung nachhaltige Ergebnisse ermöglichen.

Leonhard Reichel zog stellvertretend für seinen Abiturjahrgang ein Resümee der Schulzeit. Diese sei wie die Odyssee eine Reise mit Höhen und Tiefen gewesen, die aber durchaus als Reifeprozess der Persönlichkeit verstanden werden könne. Dazu gehöre der Umgang mit Niederlagen und Enttäuschungen genauso wie das Lernen des Treffens von Entscheidungen oder das Erlangen einer gewissen Allgemeinbildung. Phasen der Anstrengung und des Ehrgeizes hätten sich mit Entspannungsphasen abgewechselt.

„Gerade dieser Abiturjahrgang ist mit Sicherheit derjenige gewesen, der am wenigsten in der Schule anwesend gewesen ist und trotzdem das Abitur erhalten hat“, sagte Reichel und bezog sich dabei auf Sturm- und Schneetage sowie den Corona-Lockdown, durch die zahlreiche Unterrichtstage ausgefallen sind. Diese hätten die Vorbereitungen auf das Ziel Abitur ordentlich durcheinandergebracht. Doch gerade diese Erfahrung, auf sich allein gestellt zu sein, habe noch einmal die Gemeinschaft – auch die mit den Lehrkräften – gestärkt.

Schließlich folgte der zentrale Teil der Feier, die Verleihung der Abiturzeugnisse – natürlich immer mit dem gebotenen Abstand – und die Ehrung für besonderes Engagement im Schulleben. Von den 75 Abiturienten erreichten in diesem Jahr elf einen Zeugnisdurchschnitt von 1,5 und besser, davon vier mit der Traumnote 1,0: Carlotta Kapellmann, Amelie Langer, Leonhard Reichel und Marietta Stegmaier. Michelle Rakic und Anna Schuster mit 1,1 sowie Eva Brockhaus und Lea Holzinger, jeweils mit einem Schnitt von 1,2, Theresa Orthuber mit 1,3, Ole Reimers mit 1,4 und Verena Aull mit 1,5 stehen mit ihren Leistungen ebenfalls an der Spitze.

Außerunterrichtliche
Leistungen

Oberstufenkoordinatorin Ursula Stadler moderierte die Übergabe der Zeugnisse sowie die Ehrung für besondere außerunterrichtliche Leistungen im Dienste der Schulgemeinschaft, beispielsweise im Schulsanitätsdienst, in den Musikensembles der Schule oder als Schülersprecher. Die Georg-Dax-Stiftung der Firma Kathrein zeichnete die vier besten Abiturienten mit dem Schnitt von 1,0 mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro aus. Wie auch im vergangenen Jahr stiftete die Firma Adphos aus Bruckmühl einen mit 300 Euro dotierten Physik-Abiturpreis, der in diesem Jahr Marietta Stegmaier für sehr gute Leistungen im Physikabitur verliehen wurde. Sie erhielt auch eine Urkunde von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie einen Buchpreis.

Die besten Absolventen wurden anschließend durch ein Buchgeschenk, das vom Förderverein gestiftet wurde, besonders geehrt. Trotz der besonderen und so ganz anderen Umstände konnten damit die Abiturienten gebührlich in einem feierlichen Rahmen aus der Schule entlassen werden.

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