Zum Bericht „Vierspuriger Ausbau der Kufsteiner Straße“, erschienen im Lokalteil:
Der vierspurige Ausbau der Kufsteiner Straße zwischen Gießereistraße und Klepperstraße ist beschlossen! Bemerkenswert, dass es bei der ganzen Diskussion niemanden gestört hat, dass eine lange Reihe alter Kastanien gefällt werden müsste, dass vermutlich Garagen umgesetzt werden müssen und dass der Straßenlärm deutlich näher an die Wohnbebauung rückt.
Dass nun schon bei der zweiten Straßenbaumaßnahme in Rosenheim der Radentscheid missachtet wird, sehe ich an dieser Stelle nicht so eng. Derzeit teilen sich die Radfahrer und wenigen Fußgänger in dem Bereich circa 1,20 Meter Breite und bekommen künftig mehr als das Doppelte.
Was aber offenbar niemanden stört oder schockiert sind die Baukosten! Es werden circa 17 Millionen Euro angegeben und das für geschätzte 300 Meter. Geht’s noch? Was werden sich Vereine, Organisationen und viele Rosenheimer denken, die 1000, 10000 oder vielleicht 100000 Euro dringend für Investitionen bräuchten, wenn hier 17 Millionen Euro verbaut werden, damit der Autoverkehr etwas besser fließt?
Haushaltssperre, Corona-Beihilfe für die Stadt vom Freistaat, Gewerbesteuereinbruch, Ausgabenkürzungen und -streichungen, und dann 17 Millionen für 300 Meter? Mei, geht’s uns schlecht!
Werner Rösler
Rosenheim