„Rosenheim kann Kunst“

von Redaktion

Sieben Künstler, sechs Wände – Nach Ende des Transit Art Festivals zieht Monika Hauser von der Städtischen Galerie ein Fazit

Rosenheim – Zehn Tage, sieben Künstler mit sechs Wänden, eine Stadt: In Rosenheim ist am vergangenen Sonntag mit dem „Sommer in Rosenheim“ auch das Transit Art Festival zu Ende gegangen. Künstler aus der Region und aus ganz Deutschland haben in den Tagen des Festivals der Stadt ihren Stempel aufgedrückt. An sechs ehemals grauen Wänden sind raumgreifende Bilder entstanden – mitten in Rosenheim und damit für alle Menschen zugänglich. Zeit für ein Fazit.

Erschöpft, aber
unglaublich glücklich

Die Leiterin der Städtischen Galerie Rosenheim, Monika Hauser, ist erschöpft, aber glücklich. Erschöpft, weil sie das ganze Festival zusammen mit ihrem Team in nur zehn Wochen „aus dem Boden gestampft“ hat. Erschöpft, weil sie in den vergangenen zehn Tagen ständig in der Stadt unterwegs war, bei den verschiedenen Künstlern und ihren Wänden vorbeigeschaut hat. „Man kann kaum in der Galerie sitzen, während draußen die Künstler an ihren Werken arbeiten. Da habe ich eine innere Unruhe, weil sich andauernd etwas verändert und bewegt.“

Monika Hauser hört sich glücklich und auf eine positive Art und Weise aufgewühlt an. Das ist sie auch, sagt sie. „Wir sind unfassbar glücklich, dass wir das auf die Beine stellen konnten und durften.“ Sie vergleicht das Festival mit einem Mosaik: Jeder der Künstler sei ein Teil gewesen, die sich zum Schluss zu einem großen Ganzen zusammengefügt hätten. „Eine positive Energie ist durch die Stadt ‚geruckelt‘, findet Monika Hauser. Das habe ihr bestätigt, dass Rosenheim durchaus „Kunst kann“. „Auch wenn natürlich immer Luft nach oben ist.“

Bestätigung hat sie aus der Bevölkerung erhalten. Die Resonanz sei unglaublich“ gewesen. Die Kreativen seien immer von Menschen umringt gewesen, die sich austauschen und diskutieren wollten.

Unterstützung vom
Rosenheimer Bauhof

Alles in allem war das Festival ein Erfolg. Alles perfekt sei trotzdem nicht gelaufen. Vor allem die Hebebühnen unter den Künstlern zu verteilen, sei eine Herausforderung gewesen. „Da müssen wir beim nächsten Mal intensiver darüber nachdenken“, merkt sie an.

Unterstützung bei der Logistik und beim Transport der Hebebühnen hat das Team der Städtischen Galerie von den Mitarbeitern des Bauhofs bekommen. „Das sind unsere persönlichen Helden. Sie haben uns unglaublich geholfen.“ Das gelte auch für die Sponsoren des Festivals,

Durch das Transit Art Festival ist laut Monika Hauser sichtbar geworden, welches Potenzial die regionalen Künstler hätten. „Rosenheim hat durch das Festival und durch den ‚Sommer in Rosenheim’ ungeheuer an Lebensfreude gewonnen.“ Sie sei bereit für ein zweites Transit Art Festival. Aber erst 2022, sagt sie. Im nächsten Jahr sei das nicht zu schaffen. Die Wände hätte sie auf alle Fälle schon. Alexandra Schöne

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